Herzberg Samstag, 30 Januar 2021 von Redaktion

Überschwemmung im hessischen Büdingen. Herzberger Feuerwehr hilft Städtepartner

Überschwemmung im hessischen Büdingen. Herzberger Feuerwehr hilft Städtepartner

Tauwetter und viel Niederschlag haben in Ost- und Mittelhessen zu Hochwasser und Überschwemmungen geführt. In Büdingen (Wetteraukreis, Regierungsbezirk Darmstadt) ist die Altstadt betroffen und ein Altenheim. Helfer holten Anwohner mit Schlauchbooten aus ihren Häusern, das Altenheim mit rund 100 Bewohnern musste evakuiert werden. Straßen, Häuser und Gärten sind überflutet. Die Feuerwehr aus Herzberg/Elster, Städtepartner von Büdingen, unterstützt nun die Kameraden in Hessen mit Geräten und Feuerwehrleuten.

Langjährige Städtepartnerschaft und Hilfe beim Elster-Hochwasser 2010

Herzberg/Elster (Landkreis Elbe-Elster) ist seit über 30 Jahren Städtepartner von Büdingen, die dortige Feuerwehr half damals hier in der Region aus, als durch das Jahrhunderthochwasser an der schwarzen Elster im Jahre 2010 Hilfe gebraucht wurde. Nun rücken Feuerwehrkräfte in Richtung Hessen aus, wie Bürgermeister Karsten Eule-Prütz berichtet. Er hatte vorher mit seinem Büdinger Amtskollegen Erich Spamer gesprochen und die kritische Situation in der Stadt analysiert. Die beiden Stadtbrandmeister sprachen sich auf kurzem Weg ab, dann war klar, die Feuerwehr Herzberg/Elster macht sich auf den Weg, den Büdingern zu helfen. Mit Pumptechnik ausgerüstet, sind mehrere Fahrzeuge und Kameraden auf dem Weg zum Einsatz in Hessen.

Herzberger Feuerwehr bereitet sich auf Hochwassereinsatz in Büdingen (Hessen) vor; Foto: Hertberg/Elster

Jahrhunderthochwasser 2010 an der schwarzen Elster

(Quelle: Wikipedia)

Das Elsterhochwasser war ein im Jahr 2010 als Jahrhunderthochwasser klassifiziertes Flutereignis an der Schwarzen Elster und ihren Nebenflüssen. 

Eine 2010 veröffentlichte Schlussbilanz der Flutkatastrophe verzeichnete allein für den Landkreis Elbe-Elster, durch welchen 58 Kilometer der Schwarzen Elster führen, über 100 Schadstellen am Deich, die gesichert, stabilisiert, erhöht und ausgebessert werden mussten. Außerdem kamen bis zu 2000 Helfer zum Einsatz.

Die geschätzten Schäden in der Landwirtschaft in Brandenburg beliefen sich auf etwa 3 Millionen Euro. Die Kosten für den neuntägigen Katastropheneinsatz im Elbe-Elster-Kreis wurden mit bis zu 2 Millionen Euro angegeben. Unmittelbare, durch das Hochwasser hervorgerufene Schäden an wasserbaulichen Anlagen im Landkreis Wittenberg werden mit 670.000 Euro beziffert.Die vorläufig geschätzten Kosten für die Deichsanierung in Brandenburg (Stand 2011) werden mit bis zu 50 Millionen Euro angegeben, weitere 50 Millionen Euro sind vom Land Sachsen-Anhalt für die Sanierung von Deichen an der Schwarzen Elster bis 2020 geplant. Im östlichen Teil der Annaburger Heide wurden mehrere Hektar Wald durch die insgesamt über fünfmonatige Überflutung und einen durch das Hochwasser hervorgerufenen hohen Grundwasserspiegel vernichtet.

Städtepartnerschaft Büdingen - Herzberg/Elster

(Quelle: Wikipedia)

Zwischen der evangelischen Kirchengemeinde Herzberg in Brandenburg und Büdingen bestanden schon über viele Jahre vor dem Fall der Mauer Kontakte.

Im Januar 1990 besuchte eine offizielle Delegation der Stadt Büdingen unter der Leitung von Bürgermeister Eberhard Bauner und Erstem Stadtrat Wilhelm Kröll die Stadt Herzberg zu ersten Kontaktaufnahme. Noch vor dem Abschluss des Wiedervereinigungsvertrages konnte in Herzberg die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet werden. Erklärtes Ziel der Partnerschaft ist die Aufarbeitung der gemeinsamen Vergangenheit, das Zusammenwachsen der Bevölkerung und gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz zu erwirken

Fotos: Herzberg/Elster

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