Herzberg Sonntag, 25 November 2018 von Redaktion

Elbe-Elster Klinikum mit neuen Möglichkeiten am Endoskopiezentrum

Elbe-Elster Klinikum mit neuen Möglichkeiten am Endoskopiezentrum

Im Herzberger Endoskopiezentrum sind jetzt Untersuchungen des Bauchraumes mit kleinsten Geräten möglich, die lediglich drei Millimeter große Wunden verursachen. Damit kann beispielsweise bei einer Tumordiagnose vor einer notwendigen größeren Operation genau untersucht werden, inwieweit sich der Tumor ausgebreitet hat.

Der Leiter des Endoskopiezentrums, Professor Dr. Roland Reinehr, ist froh, nunmehr auch im Endoskopiezentrum Südbrandenburg die internistische Mini-Laparaskopie mit 3-Millimeter-Instrumenten neuester Gerätetechnologie anbieten zu können. „In der Regel werden die diagnostischen Eingriffe zusammen mit einem Kollegen der chirurgischen Abteilung durchgeführt, um ein höchstes Maß an Patientensicherheit zu gewährleisten. Sollten sich im Verlauf der Untersuchung Befunde ergeben, die ein weiteres chirurgisches Vorgehen wie beispielsweise die Durchtrennung von Verwachsungen notwendig machen, übernimmt der chirurgische Partner“, erläutert Professor Reinehr. Die Verwendung der besonders kleinen Instrumente erlaube neben der Inspektion der Bauchhöhle zur Beurteilung zum Beispiel von Veränderungen der Leber oder des Bauchfells auch die gezielte Entnahme millimeterkleiner Gewebeproben unter Sicht. „Die diagnostischen Eingriffe sind somit narbenfrei und trotzdem in höchstem Maße sicher und aussagekräftig“, betont der Fachmann.

Auch in Zeiten von hochauflösendem Ultraschall, Computertomografie und Endoskopie hat die unmittelbare Inaugenscheinnahme der Bauchhöhle, die sogenannte Laparaskopie, nicht an Bedeutung verloren. Diese Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts von dem deutschen Internisten und Gastroenterologen Heinz Kalk etablierte diagnostische Methode wurde Ende des zwanzigsten Jahrhunderts durch die sogenannte Schlüsselloch- oder auch minimal-invasive Chirurgie wesentlich erweitert. Teil dieser Entwicklung sind auch immer filigranere und damit schonendere Instrumente. Die internistische Mini-Laparaskopie, so Professor Reinehr weiter, sei ein schönes Beispiel für die enge Zusammenarbeit der internistischen und chirurgischen Abteilungen im Krankenhaus Herzberg und bilde die moderne, fachübergreifende Entwicklung im Bereich der Viszeralmedizin, also der Behandlung von Krankheiten der inneren Organe, ab.


Foto: EEK/Die Piktografen

pm/red

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