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Cottbus Mittwoch, 15 September 2021 von Redaktion

"Bahnhof des Jahres" Allianz pro Schiene zeichnet Cottbuser Bahnhof aus

"Bahnhof des Jahres" Allianz pro Schiene zeichnet Cottbuser Bahnhof aus

Das Verkehrsbündnis "Allianz pro Schiene" hat den Titel Bahnhof des Jahres an den Cottbuser Hauptbahnhof vergeben. Dies gab das die Vereinigung am Mittwoch in Berlin bekannt. "Der Bahnhof im südlichen Brandenburg empfange nach dem gelungenen Umbau die Fahrgäste als moderne, kundenfreundliche Verkehrsdrehscheibe für die nachhaltige Mobilität im 21. Jahrhundert", hob die Jury des bundesweiten Wettbewerbs hervor.

Reisende profitieren von guten Umsteigemöglichkeiten

„Als Knotenpunkt ermöglicht er dank der effektiven Vernetzung sowohl zwischen den Zügen als auch zum örtlichen Nahverkehr das komfortable Umsteigen und erfüllt dadurch schon vieles, was bundesweit für den Deutschlandtakt benötigt wird“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene und Jury-Mitglied. Auch Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn, würdigte den Siegerbahnhof. „30 Millionen Euro haben wir in den letzten Jahren in den Zukunftsbahnhof Cottbus investiert, damit Fahrgäste und Besucher leichter umsteigen, bequemer warten und sich besser orientieren können. Dass Cottbus nun zum Bahnhof des Jahres gewählt wurde, spornt uns weiter an. In diesem Jahr modernisieren wir rund 670 Bahnhöfe bundesweit und machen sie deutlich attraktiver. Das klare Ziel: Noch mehr Menschen von der klimafreundlichen Bahn zu überzeugen“, so DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla.

Bahnhof Cottbus ist Bahnhof des Jahres; Foto: Allianz pro Schiene, Felix Kayser

Jury lobt die gute Anbindung an den örtlichen Nahverkehr

„In Cottbus ist etwas Bemerkenswertes entstanden“, stellt die Jury des bundesweiten Wettbewerbs Bahnhof des Jahres in ihrer Begründung fest. „Aus dem Zweckbau im Stil der 1970er Jahre ist ein moderner, freundlicher, sauberer und kundenfreundlicher Bahnhof geworden, der die Wünsche und Ansprüche der Reisenden auf vorbildliche Weise erfüllt“, so die Jury. Und sie fügt hinzu: „Als Verkehrsknotenpunkt ermöglicht Cottbus das komfortable Umsteigen zwischen den Zugverbindungen, die den Bahnhof jeweils zur „Knotenzeit“ vor der vollen Stunde aus sechs verschiedenen Richtungen erreichen. Die Kunden profitieren zudem von den kurzen Wegen zum Nahverkehr. Auf der Vorderseite des Bahnhofs ist ein zentraler Busbahnhof komplett neu entstanden. Dabei sind auch die Straßenbahnhaltestellen durch die aufwändige Verlegung der Tramlinien näher an den Bahnhof herangerückt.“ Die neue Gastlichkeit des Bahnhofs zeigt sich laut Jury auch im Empfangsgebäude, das nach dem Umbau hell, sauber, aufgeräumt und angenehm wirke. Durch den neuen Tunnel, der die Bahnsteige verbindet, habe sich der Fußweg von der Südseite des Bahnhofs in die Altstadt im Norden deutlich verkürzt.

Bahnhof Cottbus ist Bahnhof des Jahres; Foto: Allianz pro Schiene, Felix Kayser

Der Hbf Cottbus erstrahlt nach dem Umbau in neuem Licht

Die neue Gastlichkeit des Bahnhofs zeigt sich schon im Empfangsgebäude, das nach dem Umbau aufgeräumt, hell und angenehm wirkt. Die Neugestaltung greift Elemente des Ursprungsbaus von 1978 auf und entwickelt sie in zeitgemäßer Form weiter. So erinnert der Streifenlook an der Ostfassade mit seinem Farbkonzept an die alte weiß-blaue Farbgestaltung, bekam aber eine Ergänzung und Erweiterung durch rote Strichcodes, die den Weg zu den Bahnsteigen anzeigen und so Orientierung geben. Diese Muster setzen sich im Inneren fort, verleihen den Räumen eine Struktur und machen sie übersichtlich. Neu aufgestellte Wartemöbel sowohl im Erdgeschoss als auch im ersten Obergeschoss laden zum Verweilen ein. Fotos und Verweise auf Wahrzeichen von Stadt und Umland stellen ebenso wie das Geschäft mit Spezialitäten aus Spreewald und Lausitz auf erfrischende Weise einen Bezug zur Heimatregion her.

Deutlich verbessert hat sich die Kundenfreundlichkeit auch durch großzügige Fahrradabstellanlagen auf beiden Seiten des Bahnhofs und den neuen Tunnel, der vom Empfangsgebäude zu allen Bahnsteigen und bis zum Nordausgang führt. Dadurch hat sich der Fußweg von der Südseite des Bahnhofs in die Altstadt im Norden deutlich verkürzt. Vorher mussten die Reisenden mit Koffern, mit Kinderwagen oder mit ihrem Rad zwischen zwei Tunneln wechseln und beim Übergang die Treppe zu einem Bahnsteig hochsteigen. Heute sind alle Bahnsteige barrierefrei zu erreichen. Wo im Bahnhof noch Fahrstühle fehlen, wie beim Zugang zum ersten Obergeschoss im Empfangsgebäude, ist ihre Installation schon fest geplant und vorbereitet.

Bahnhof Cottbus ist Bahnhof des Jahres; Foto: Allianz pro Schiene, Felix Kayser

Viel Neues rund um die Schiene in Cottbus

In Cottbus entsteht derzeit viel Neues und Innovatives rund um den Schienenverkehr. Am Standort des heutigen Bahnwerks Cottbus plant die Deutsche Bahn, das modernste und umweltfreundlichste Bahninstandhaltungswerk in Europa zu errichten, das 2024 starten soll und 1.200 neue Arbeitsplätze nach Cottbus bringt. (Niederlausitz aktuell berichtete). Zu dem Zukunftskonzept in der Lausitz passt der neue Cottbuser Hauptbahnhof. Er steht für eine nachhaltige Mobilität des 21. Jahrhunderts, die Reisende durchgängig von Abfahrt bis Ankunft als (Fahr-)Gäste behandelt und ihnen einen modernen, hohen, leistungsstarken und freundlichen Service bietet.

 

Der Cottbuser Bahnhof in Zahlen:

  • Durchschnittliche Reisende pro Tag: 15.000
  • Durchschnittliche Züge am Tag: 325
  • Anzahl der Bahnsteiggleise: 10
  • Gesamtfläche Empfangsgebäude: 11.762m²
  • Barrierefrei: ja

Hintergrund "Allianz pro Schiene"

(Selbstdarstellung) In Deutschlands unkonventionellstem Verkehrsbündnis arbeiten 23 Non-Profit-Verbände und über 160 Unternehmen aus der gesamten Eisenbahnbranche dauerhaft zusammen. Ihre Motivation ist die Förderung und Verbesserung des Schienenverkehrs in Deutschland. Erfahren Sie hier mehr über die Struktur des Verkehrsbündnisses und die Ziele der Allianz pro Schiene, die vom Finanzamt erneut als „besonders förderungswürdig“ eingestuft wurden. Wir legen großen Wert auf Transparenz und sind Teil der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“.

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Red. / Presseinfo

Foto: Allianz pro Schiene Felix Kayser

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