Cottbus Dienstag, 03 März 2020 von Redaktion

Neuer Asphalt: Cottbus sperrt Sandower Unterführung für schwere LKW

Fahrzeuge mit einer Gesamtmasse von mehr als 7,5 Tonnen dürfen die Bahnunterführung in Cottbus-Sandow, den so genannten Trog in der Willy-Brandt-Straße, ab dem 09.03.2020 in beiden Fahrtrichtungen nicht mehr passieren. Ausgenommen von dieser Regelung sind Busse des öffentlichen Nahverkehrs. Grund für diese zeitlich unbegrenzte Regelung sind die Schäden an der Fahrbahn im Bereich der Unterführung. Ursache dafür ist eindringendes Grundwasser sowie Schichtenwasser, das dem Bau zusetzt. Durch schwere Fahrzeuge bilden sich vermehrt Risse und Brüche in der Fahrbahn. Das Trogbauwerk wird täglich von bis zu 20 Lkw bzw. Lastzüge passiert sowie von 30 Bussen des ÖPNV.

Alice Kunze, Fachbereichsleiterin Grün- und Straßenanlagen erklärte die Maßnahme im Interview im Titelvideo.

Die Stadtverwaltung Cottbus erhofft sich durch die Einschränkung eine längere Lebensdauer der Fahrbahn und um ca. 75 Prozent reduzierte Schäden. Damit könnten laufenden Reparaturkosten gespart und die Verkehrssicherheit gewährleistet werden. Ein Neubau des Troges würde ca. 50 Millionen Euro kosten, die Stadt kann die Kosten allein nicht stemmen und ist auf Fördermittel durch Land und Bund sowie auf Abstimmungen mit der Deutschen Bahn angewiesen. Die Polizei soll das Durchfahrtsverbot kontrollieren. 

Gleichzeitig bereitet die Stadtverwaltung Cottbus/Chóśebuz den Einbau eines neuartigen Asphalts vor. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt mit einer bituminösen Tragschicht aus wasserdurchlässigem Asphalt (Drainasphalt). Dieser ermöglicht es, das Wasser am Tiefpunkt des Troges abzuleiten. Die voraussichtlichen Kosten für den Einbau liegen bei ca. 120.000 Euro. Die Arbeiten sollen während der Sommerferien 2020 ausgeführt werden, da dafür eine Vollsperrung der Unterführung notwendig ist. Zeitgleich wird es weitere Reparaturen im Kreuzungsbereich vor dem Trogbauwerk geben. Schwere Fahrzeuge über 7,5 Tonnen werden über Stadtring und Franz-Mehring-Straße umgeleitet. Laut Stadt soll die neue Asphaltschicht etwa zehn Jahre lang halten. 

Auch auf einem Teil des Stadtrings muss wegen Brückenschäden ein Tempo 30 für LKW eingeführt werden.

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