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Cottbus Montag, 13 Januar 2020 von Redaktion

Ausländerfeindliche Rufe in Dresdener Kabarett. Ermittlungen gegen Cottbuser

Ausländerfeindliche Rufe in Dresdener Kabarett. Ermittlungen gegen Cottbuser

Am Samstag (11.01.2020) kam es während der Veranstaltung in Dresdens Kabarett-Theater "Herkuleskeule" im Dresdener Kulturpalast aus einer Zuschauergruppe von ca. 15 Personen zu ausländerfeindlichen sowie verachtenden Zwischenrufen. Die Veranstaltung wurde unterbrochen und zwei Schauspieler stellten die Störer zur Rede. Einer der Darsteller (37) wurde aus der Gruppe heraus mit einer Biertulpe beworfen und am Kopf getroffen, er wurde nicht verletzt.

Als die Polizeibeamten am Ort eintrafen, hatte die Gruppe den Veranstaltungsraum bereits verlassen. Die Identität von drei Beteiligten (m/39, 36, 36) ist bekannt. Nach ersten Erkenntnissen stammt die Störergruppe aus dem Cottbuser Raum.

Die Dresdner Kriminalpolizei ermittelt in dieser Sache weiter.

Gegenüber dem MDR äußerte sich Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) und zeigte sich vom Vorfall in der Dresdner "Herkuleskeule" erschüttert. Sie sprach am Sonntagnachmittag von einem "unvorstellbaren Angriff auf Menschen und die Freiheit von Kunst". Die Gesellschaft müsse "ein Umfeld und Umgang schaffen, der so etwas nicht zulässt und erlaubt". Meinungsfreiheit und die Freiheit von Kunst seien zentrale Elemente der Demokratie, die es zu verteidigen gilt, so Klepsch zum MDR.

Aufgeführt wurde das Stück "Betreutes Denken" mit Nancy Spiller und Alexander Pluquett. Darin geht es nach Angaben der Veranstalter um Themen wie Fake News, soziale Medien und die Überforderung des Bürgers mit Informationen in Medien aller Art.

Foto: Kulturpalast Außenansicht © Nikolaj Lund

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