Cottbus Dienstag, 08 Mai 2018 von Redaktion

Cottbuser Sumosport wird Landesstützpunkt

Cottbuser Sumosport wird Landesstützpunkt

Wer das Wort Sumo hört denkt automatisch an die großen und vor allem schweren Jungs, die nur mit einem schmalen Gürtel bekleidet sind und nach einer langen zeremoniellen Begrüßung aufeinander zustürzen. Das gilt aber nicht für alle Sportler. Sumo-Ringen ist im fernen Osten bekannt, dafür in den hiesigen Breitengraden weniger. Der PSV Cottbus ist für sehr gute Judoergebnisse bekannt und hat seit 2015 Sumo ebenfalls in sein Angebot integriert und aus Judokämpfern einige Interessierte herausgefiltert um ihnen zusätzlich diese Sportart beizubringen.

Verantwortlich dafür ist Elke Nowack, die Stützpunkttrainerin in Cottbus ist und gestern die Auszeichnung "Landesstützpunkt" entgegennehmen durfte. Den Presserummel ließ sie sich nicht entgehen und räumte gleich mit verschiedenen Vorurteilen auf, wie zum Beispiel, dass Sumo nur etwas für schwerere Körper wäre. "Es geht alles über die Technik, Gewicht spielt nicht die entscheidende Rolle."  sagt sie. Das zeigten ihre Schützlinge in der Trainingsstunde auch gleich. Ebenso ist es kein Sport nur für Jungen, in der Gruppe mit insgesamt etwa 25 Nachwuchssportlern sind auch einige Mädchen.

Bereits im letzten Jahr konnte der PSV mit sechs Sportlern bei der EM in Rakvere (Estland) teilnehmen und vier Bronzemedaillen mit nach Hause bringen. Ab 2020 wird Sumo voraussichtlich wieder olympisch, sodass einige Sportler aus dem Verein gute Chancen auf eine Telnahme haben. Auch beim Sumo wird nach Alters- und Gewichtsklassen unterschieden. So wiegt eines der „Fliegengewichte“ im Verein gerade einmal 30 Kilo.

Dieses Jahr möchte man an dieses gute Ergebnis anknüpfen und hat sich auch eine Goldmedaille als Ziel gesetzt. Neben unseren Sumotoris wurden auch zwei Sumo-Kampfrichter ausgebildet: Frank Karstan ist nicht nur vor kurzem drei seiner Kinder gefolgt und hat mit Judo angefangen. Er hat sich auch bereit erklärt, als Vorstandsvorsitzender beim Sumoverein zu fungieren. Elke Nowack konnte sogar schon internationale Erfahrung als Kampfrichterin bei der Weltmeisterschaft in Ulan Bator (Mongolei) sammeln.

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