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Cottbus Dienstag, 10 Februar 2015 von Martin Bock

Tischtennis mit dem Kopf. Erstes Headisturnier in Cottbus

Tischtennis mit dem Kopf. Erstes Headisturnier in Cottbus

Folgende Szene wiederholte sich am vergangenen Freitag in der Kickerstube (Mauerstraße 7) mehrfach. Zwei Jugendliche stehen sich an einer Tischtennisplatte gegenüber. Soweit ist das für einen Jugendtreff kein ungewöhnliches Bild. Doch, was ist das? Als das Spiel beginnt, fliegt kein kleiner weißer Tischtennisball angetrieben von schnittigen Kellenbewegungen über die Platte, sondern ein viel größer Gummiball! Es gibt auch keine Schläger, die Spieler nutzen nur den eigenen Körper und allem voran ihren eigenen Kopf mit dem sie den Ball lässig auf die andere Spielfeldhälfte platzieren. So tänzeln die Kontrahenten jeweils auf ihrer Seite hin und her und versuchen sich geschickt in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Das dabei gelegentlich einer der beiden auf die Platte springt und einen Ball versucht direkt zu anzunehmen, sieht nicht nur spektakulär aus, sondern ist auch nach den Regeln erlaubt.

Was ist das für ein verrückter Sport bei dem augenscheinlich Tischtennis mit dem Kopf gespielt? „Headis“ heißt diese Sportart und hat bereits eigene Meisterschaften. Im Internet finden sich etliche Videos mit atemberaubenden Spielzügen. Wer zuerst zwei Sätze à 11 Punkte für sich entscheidet, gewinnt das Match. Stefan Raab hat es ebenfalls schon in seiner Sendung ausprobiert.

Die Jugendlichen der Kickerstube wollten dies auch in ihrem Jugendtreff. Zum Ende der Winterferien organisierten sie zusammen mit den Mitarbeitern des Fanprojektes ein erstes kleines Turnier für 16 Teilnehmer. Die schnellen und aktionsreichen Spiele haben Vorfreude auf weitere Wettkämpfe in dieser noch unbekannten Sportart geweckt.

Fotos: Jugendhilfe Cottbus

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