Spricht jemand von Purple Schulz, so gibt es mehrere Reaktionen: die Jüngeren schauen ganz fragend mit den Worten „Wer ist das?“. Die mittlere Generation denkt jedoch sofort an „verliebte Jungs“. Freunde des guten Musikgeschmacks wissen jedoch, dass es sich bei Purple Schulz nicht nur um eine Eintagsfliege handelt. Mit seinem Hit „Sehnsucht (ich will raus)“ sang er 1989 im Berliner Kulturpalast und keiner konnte damals ahnen, dass nur drei Monate später neue Wege geebnet wurden.
Am Donnerstagabend war eben jener Purple Schulz zu Gast in der Alten Chemiefabrik. Das Publikum wurde von dem Songwriter und Sänger keineswegs enttäuscht. Das Duo-Konzert startete mit dem Song „Ich hab Feuer gemacht“ von seinem aktuellen Album „So ist das“. Dieser Anfang ließ schon erahnen, dass es ein toller Abend wird und so war es auch. Auf der Bühne standen zwei Virtuosen, der eine als Klavierspieler (Purple Schulz) und der andere an der Gitarre (Schrader). Schulz erzählte von Auftritten in der Irrenanstalt, seiner Heimat Köln, dem dazugehörigen Karneval oder ließ sich musikalisch über den Bio-Wahn in der Welt aus. Ein heiteres, melancholisches, trauriges, nachdenkliches, fröhliches und auch lustiges Konzert. Natürlich hörte man nicht nur seine aktuellen Lieder, sondern auch die Hits aus den 80ern und 90ern, wie „Kleine Seen“ und „Gerade noch gefehlt“. Wer nicht da war -und das waren viele- der hat echt etwas verpasst!
{gallery}/media/jw_sigpro/users/0000002318/Purple Schulz{/gallery}






