Der 22. April 1945, als Tag der Befreiung vom Hitler-Regime, stellt einen zentralen historischen Schnitt in der Geschichte der Stadt Cottbus dar. Mit dem Ende der Kampfhandlungen wurden in Cottbus mehr als 5.000 Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen befreit. Rund 60% der Wohnungen und Industrieanlagen waren zerstört, die Nazis waren geflohen und der Wiederaufbau konnte beginnen. Am 8. Mai gedenken verschiedene Initiativen den Toten des II. Weltkriegs und fordern: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“.
Die zur Festung erklärte Stadt Cottbus sollte dem zusammenbrechenden Nazideutschland als „Eckpfeiler“ der Verteidigung Berlins dienen. Über den Bahnhof wurden Truppentransporte für die nahende Front abgewickelt und insbesondere der Volkssturm baute Barrikaden und Schützengräben.
„Uns ist es wichtig, den schweren Bombenangriff des 15. Februar in den richtigen geschichtlichen Kontext zu rücken. Der Krieg war eben noch nicht ‚fast vorbei‘, sondern die Kampfhandlungen um Cottbus standen erst noch bevor und kosteten 2.500 Menschen das Leben.“ so Jakob Lupus von Cottbus Nazifrei!
Noch bis zum letzten Tag forderte der NSDAP-Kreisleiter den „Endkampf“, bevor er selbst Richtung Burg floh. Der Volkssturm sollte das Theater und zahlreiche Brücken sprengen, sogenannte Deserteure der Wehrmacht wurden erschossen.
„Erst als Hitler-Deutschland militärisch am Boden lag endete der II. Weltkrieg, und der 22. April war der Tag der Befreiung für Cottbus.“ so Lupus weiter. Erst dann war die nationalsozialistische Ideologie besiegt, erst dann endete die Kriegsproduktion von tausenden Flugzeugen und Kettenfahrzeugen in Cottbus. Erst dann waren die tausenden Zwangsarbeiter*innen befreit, und erst später konnten die KZ-Insassen und Verfolgten nach Cottbus zurückkehren.
Für Cottbus Nazifrei! mahnt dieser Tag: “Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“
Am 8. Mai um 17.00 Uhr findet im Puschkinpark eine Gedenkfeier zum offiziellen Tag der Befreiung statt.
Quelle: Cottbus Nazifrei







