Brandenburg Montag, 29 Juli 2019 von Redaktion

FDP will Pyrotechnik in Stadien legalisieren

FDP will Pyrotechnik in Stadien legalisieren

Anlässlich des Auftaktspiels des FC Energie Cottbus haben die Freien Demokraten mit einer Demonstration vor dem Stadion der Freundschaft für eine geoordnete Freigabe von Pyrotechnik geworben. Der stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP Lausitz und Landtagskandidat, Jeff Staudacher, dazu: „Das aktuelle Verbot von Pyrotechnik verhindert nicht das Abfeuern von Feuerwerkskörpern im Stadion. Es findet trotzdem statt und stellt durch das unkontrollierte Zünden mitten in den Zuschauerreihen eine Gefahr für unbeteiligte Stadionbesucher dar. Deshalb werben wir klar für das Modell des ‚Chemnitzer Wegs’, nach dem sich Vereine im Konsens mit allen Beteiligten dafür entscheiden können, das Abfeuern von Pyrotechnik in abgesperrten Bereichen des Stadions zu erlauben. So wird die Sicherheit der Stadionbesucher gewährleistet und gleichzeitig ermöglicht, durch Choreographien für die beeindruckende Stadionatmosphäre zu sorgen."

Weiter sagt er: "Wir haben uns inzwischen zehn Jahre intensiv inhaltlich mit dem Thema Sicherheit bei Sportveranstaltungen beschäftigt und sind durch den Dialog mit Vereinen, Fanverbänden und Polizei zu unserer Position gekommen. Die kontrollierte Freigabe von Pyrotechnik ist dabei nur ein Aspekt der Sicherheitsdebatte. Für uns ist auch klar, dass die Polizeikosten nicht auf die Vereine abgewälzt werden dürfen. Der Profisport mit seinem Umfeld sorgt bereits für ein um ein Vielfaches die Kosten der Einsätze übersteigendes Maß an Steuerzahlungen. Kleine Vereine wären mit der Umlage überfordert und müssten den Spielbetrieb einstellen.

 Auch im Umgang mit den einzelnen Besuchern muss besser differenziert werden. Randalierer und Hooligans sind keine Fans. Sogenannte Ultras sind aber nicht zwangsläufig gewaltbereit. Ihnen ist oftmals die beeindruckende Atmosphäre, welche Fußballspiele bieten, zu verdanken. Statt Randalierer und Chaoten konsequent vor Gericht zu stellen, wird es bisher oft vorgezogen, die betroffenen Vereine mit hohen Geldstrafen, Geisterspielen und Ausschlüssen aus ganzen Wettbewerben für Dinge zu bestrafen, welche die Taten einiger Weniger sind. Das muss sich ändern. Denn damit werden aber oft auch der friedliche Fußballfan und die Sportler selbst bestraft und das Problem im Kern nicht gelöst.“

pm/red

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