Brandenburg Dienstag, 01 Januar 2008 von Helmut Fleischhauer

Neujahrsansprache von Ministerpräsident Matthias Platzeck

Liebe Brandenburgerinnen, liebe Brandenburger, liebe Gäste unseres Landes,
mit Schwung kommen wir aus einem guten Jahr 2007 und es gibt viele Gründe optimistisch in die Zukunft zu schauen:
In Brandenburg geht es voran. Immer mehr Unternehmen siedeln sich an, immer mehr Menschen finden einen neuen Arbeitsplatz. Die Wirtschaft läuft gut und erstmals nach der Deutschen Einheit haben wir keine neuen Schulden mehr aufnehmen müssen. Dadurch wird unser Land handlungsfähiger und stärker.
Die gemeinsamen Bemühungen und Anstrengungen der vergangenen Jahre beginnen Früchte zu tragen. Wir haben unsere Politik konsequent auf Zukunftsfelder ausgerichtet. Wir fördern moderne Industrien und geben mehr Geld für Bildung, Wissenschaft und Forschung aus.
Die gute Entwicklung 2007 gibt uns Selbstvertrauen und beweist: Wenn wir alle, die Menschen im Land, die Unternehmen und die Regierung gemeinsam anpacken und arbeiten, dann schaffen wir was wir uns 2004 vorgenommen haben, die Erneuerung aus eigener Kraft.
Wir in Brandenburg können mit ostdeutschem Selbstbewusstsein zuversichtlich ins neue Jahr gehen und die vor uns liegenden Aufgaben anpacken.
Drei Dinge sind mir dabei besonders wichtig:
1. Die wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs und Bildung werden auch im neuen Jahr Vorfahrt haben.
Wir werden die Zukunftsbranchen wie die Luftfahrttechnik, die Energiewirtschaft, die Biotechnologie und die Chemieindustrie weiterhin stärken.
Der Flughafen Berlin Brandenburg International wird 2008 zügig weitergebaut. Das wird man vom neuen Aussichtsturm gut besichtigen können, denn die Hochbaumaßnahmen beginnen. Schon heute entwickelt der BBI eine wirtschaftliche Dynamik, die auf die gesamte Region und vor allem auf unseren Mittelstand ausstrahlt.
Bei alldem zeigt sich, wie wichtig, ja unverzichtbar Fachkräfte sind. Deshalb werden wir in Brandenburg weiter in die Köpfe investieren - von der Kita über die Schule bis zur beruflichen Bildung und den Hochschulen. Nur so schaffen wir es, dass jeder Bildungs- und damit Lebenschancen hat und der steigende Bedarf an Fachkräften gesichert wird.
Ganz klar: Die gute wirtschaftliche Lage muss auch bei den Menschen ankommen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen von ihrem Lohn anständig leben können.
2. Angesichts des Klimawandels werden wir in Brandenburg handeln. Nach dem Weltklimagipfel in Bali fühlen wir uns bestärkt, noch mehr klimafreundliche Technologien in Brandenburg anzusiedeln und zu nutzen.
Unser Land ist dafür wie gemacht: Hier forschen die besten Klimaforscher der Welt. Wir sorgen dafür, dass so viel Strom wie möglich aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Und wir machen die Braunkohleverstromung umweltverträglicher. Bereits heute sind wir, wie die Zeitschrift GEO aktuell in ihrer Jahresendausgabe feststellt, bundesweit Vorbild beim Klimaschutz.
3. Das neue Jahr wird uns mehr denn je zeigen: Brandenburg ist in der Mitte Europas. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Polen wird immer wichtiger. Und die Grenzkontrollen zu unserem Nachbarland im Osten sind weggefallen:
Das ist gut für die Menschen in Brandenburg und Polen, das gibt unserer Wirtschaft Schub, und viele Staus gehören hoffentlich der Vergangenheit an. So wachsen die Völker in Europa enger zusammen. Dabei gewinnt Brandenburg weiter an Anziehungskraft.
Unser Land wird zunehmend interessanter für Menschen aus Ost und West, sowohl wirtschaftlich als auch kulturell.
Neben Wirtschaft und Politik wird sich auch auf einem anderem Feld viel tun: Im neuen Jahr geht es sportlich buchstäblich rund: Erst dürfen wir uns auf die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz freuen.
Dann beginnen die Olympischen Sommerspiele in Peking. Mit dabei sind zahlreiche Spitzensportlerinnen und -sportler aus Brandenburg.
Allen drücke ich die Daumen! Sie werden exzellente Botschafter unseres Landes sein.
Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Ihren Freunden ein gesegnetes, ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Machen Sie das Beste daraus!
Quelle: Staatskanzlei

Das könnte Sie auch interessieren