Einen Beruf zu ergreifen und so lange wie möglich ausüben, berufstätig sein zu können – das ist nicht nur für Rheuma-Patienten, sondern auch für ihre Ärzte, Kranken- und Rentenversicherung, staatliche Einrichtungen, für Unternehmen und Politik eine große Herausforderung.
Welche Probleme dabei noch zu lösen sind, darüber wurde gestern beim 2. Gesundheitspolitischen Forum der Deutschen Rheuma-Liga Brandenburg intensiv diskutiert.
„Berufliche und medizinische Integration Rheumakranker“ lautete das Thema, mit sich sich die größte Patientenorganisation Brandenburgs nicht zuletzt an die Politik wandte.
Rheumapatienten seien hoch motivierte Arbeitnehmer, die im Alltag oft nicht auf die Rahmenbedingungen treffen, um weiter berufstätig bleiben zu können. Dabei stünden, das unterstrichen vor allem die Referenten aus Kranken- und Rentenversicherung, Integrationsamt und Amt für Arbeit, genügend Fördermöglichkeiten und Hilfen auch für Unternehmen bereit, um Rheumapatienten und andere Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in der Berufstätigkeit zu halten. Ärzte berichteten dagegen von ihren und den Erfahrungen ihrer Patienten: Es gebe noch zu viele bürokratische Hindernisse, zu viele Zuständigkeiten, zu viele oft undurchsichtige Kompetenzen. Am Ende stehe für den Betroffenen noch zu häufig die Erwerbsunfähigkeitsrente, auch wenn dies durchaus in sehr vielen Fällen noch gar nicht erforderlich sei.
Mehr Hilfen für Betroffene, kompetente Ansprechpartner, klarere Strukturen – auf diese Schwerpunkte fokussierte die Diskussion, an der auch Landtagsabgeordnete teilnahmen. Die Deutsche Rheuma-Liga Brandenburg nahm aus der Debatte mit, als ein Koordinator in einem Netz von Hilfsangeboten für Betroffene alle Anstrengungen zu unternehmen, um Transparenz zu schaffen. Dazu müssten alle Protagonisten enger als bisher zusammenarbeiten – eine Aufgabe nicht nur für das kommende Jahr.
Quelle: Deutsche Rheuma-Liga Brandenburg
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