Vier Minuten sind es, die angeblich alles zum Guten kehren sollen. Der DBV bezweifelt dies auf Grund aktueller Beobachtungen und befürchtet, dass der RE 2, der zwischen Cottbus und Wittenberg bzw. Wismar fährt, weiterhin das Problemkind bleibt. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 werden die Halte in Südbrandenburg, in Raddusch, Kolkwitz und Kunersdorf nur noch in Tagesrandlagen bedient. Durch das Auslassen der Halte soll der Zug pünktlicher werden.
„Was fehlt ist ein grundsätzliches Umdenken bei den Anforderungen an die Verkehrsunternehmen und den Fahrplan“ kommentiert Frank Böhnke, Landesvorsitzender des Verbandes, das Problem. „Wenn die Fahrzeiten immer mehr gekürzt werden (was in den letzten Jahren geschehen ist), die Aufenthaltszeiten auf den Bahnhöfen in Berlin wegen der starken Nachfrage nicht zu halten sind, die Kapazitäten in den Spitzenzeiten nicht ausreichen und einen Fahrplan ohne Fahrzeitreserven erstelle, wird auch ab Mitte Dezember alles so unpünktlich bleiben, wie es ist.“
Aktuell hat nach der VBB-Fahrplanauskunft der RE 2 von Cottbus nach Wittenberge 43 Minuten Verspätung. Was würden da vier Minuten mehr Fahrzeit helfen?
Anstatt nur an den Symptomen ein wenig herumzudoktern, brauchen Berlin und Brandenburg ein neues Regionalbahnkonzept. Neben den oben genannten Problempunkten muss dazu auch ein Einkürzen der extrem langen Linienläufe gehören (für Wismar – Berlin – Hbf sind es fast 364 Kilometer). Der DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg wird dazu seine Überlegungen in den 32. Deutschen Schienenverkehrs-Wochen vorstellen. Das Programm wird in einigen Tagen auf der Internetseite des Verbandes (www.bahnkunden.de) zu finden sein.
Quelle: Deutscher Bahnkunden-Verband e.V. Landesverband Berlin-Brandenburg






