Mit einem festlichen Salonabend haben die Stiftung Fürst-Pückler-Museum und ihr Förderverein am Donnerstag in Cottbus den 241. Geburtstag von Hermann Fürst von Pückler-Muskau gefeiert. Zum Pücklergeburtstag bekam die Stiftung drei Porträts und ein 32 Meter hohes Kunstwerk geschenkt.
Pücklergeburtstag im Jubiläumsjahr der Fürstin Lucie
Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft kamen dazu in den Großen Saal des Besucherzentrums in der Gutsökonomie. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr auch Fürstin Lucie, die vor 250 Jahren geboren wurde. Dr. Simone Neuhäuser, Fachbereichsleiterin Museum und Sammlungen, stellte ein „Lucie-ABC“ mit neuen Forschungserkenntnissen zum Leben der Fürstin vor. Es zeichne das Bild einer klugen, selbstbewussten Frau, ohne die Branitz nicht denkbar wäre, teilt die Stiftung mit.
„Branitz, ihr letztes großes gemeinsames Abenteuer, trägt zwei Handschriften: die visionäre von Hermann und die kluge, kraftvolle von Lucie“, sagte Stiftungsvorstand Dr. Stefan Körner. Die Erfolgsgeschichte von Branitz habe deshalb nicht nur einen Namen, sondern zwei. Das Programm des Abends hatte die Lausitziade zusammengestellt, mit Musik, Literatur, Akrobatik, Wahrsagerinnen und einer Tombola. Oberbürgermeister Tobias Schick nannte den Pücklergeburtstag „weit mehr als ein Gedenktag“. Er zeige, welche Bedeutung das Branitzer Erbe für Cottbus habe.
Drei Porträts und eine Stellare Plastik für Branitz
Neu in den Sammlungen der Stiftung sind ein bisher unbekanntes Selbstbildnis des Fürsten mit Lorgnettenstab aus der Zeit um 1840, ein Porträt des Wiener Künstlers Moritz Michael Daffinger aus dem Jahr 1840 und eine Darstellung des Fürstenpaares von Rainer Ehrt aus diesem Jahr.
Außerdem gehört das Kunstwerk „32° – Stellare Plastik“ von Marc Schmitz künftig der Stiftung. Die 32 Meter hohe Skulptur steht seit 2022 als Leihgabe an der Pücklerallee im Branitzer Außenpark. Den Schenkungsvertrag unterzeichnete die Museums-Förderstiftung, vertreten durch ihre Vorstandsvorsitzende Ulrike Seitz. Elke Gräfin Pückler sagte, Lucie Pückler stehe für die Familie bis heute für Haltung, Bildung und Gestaltungskraft.
Förderverein sammelt Spenden für ein Taubenhaus
Der Förderverein „Fürst Pückler in Branitz“ startete beim Pücklergeburtstag seine 20. Spendenkampagne. In der Gutsökonomie soll ein Taubenhaus entstehen. Erste große Förderin ist die Sparkasse Spree-Neiße mit 10.000 Euro. Bisher haben die Vereinsmitglieder nach Angaben der Vorsitzenden Dr. Martina Münch 19 verlorene Orte im Park wiederhergestellt oder restaurieren lassen, darunter den Kugelberg und den Garten an der Schmiede. „Pückler hätte tierisch Freude daran“, sagte Münch über das neue Projekt.
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Mehr über Park und Schloss gibt es auf der Seite der Stiftung Fürst-Pückler-Museum.
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