Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat in Forst heute der Ausbau des Oberstufenzentrums 1 Spree-Neiße zum Zukunftscampus begonnen. Für rund 100 Millionen Euro sollen Schule und Wohnheim saniert, modernisiert und erweitert werden. EU und Land fördern das Projekt mit 83,6 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund (JTF). Ziel ist ein moderner Campus für die technische Berufsausbildung in der Lausitz.
Startschuss für eine der größten Bildungsinvestitionen im Landkreis
Landrat Martin Heusler zählt den Zukunftscampus zu den größten Bildungsinvestitionen für Spree-Neiße und die Lausitz. In der Kreisstadt Forst entstehe der wichtigste Bildungsstandort des Landkreises. „Gezielt wollen wir zu einer spürbaren Verbesserung der Ausbildungsbedingungen in der Lausitz beitragen, indem wir in die Bildung und somit in die Zukunft junger Menschen investieren“, sagte Heusler.
Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement sieht in dem Projekt „einen wichtigen Impuls“ für die Lausitz als Industrie- und Ausbildungsregion. Der Zukunftscampus schaffe moderne Bedingungen für die technische Berufsausbildung und trage zur Fachkräftesicherung bei. „Gerade im Strukturwandel kommt es darauf an, jungen Menschen und Fachkräften attraktive Perspektiven in der Region zu bieten“, so Klement.

Werkstätten, Wohnheim und neues Parkdeck
Geplant sind die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Oberstufenzentrums und des dazugehörigen Wohnheims. Schulungsräume, Werkstätten und Sozialbereiche sollen modernisiert, ausgebaut und mit zeitgemäßer Technik ausgestattet werden. Dazu gehören auch die Ausstattung der Lehrgebäude mit IT und Lehrmitteln sowie die Gemeinschafts- und Sozialräume im Wohnheim. Außerdem werden die Freiflächen auf dem Hauptcampus neu gestaltet und ein Parkdeck gebaut.
Mit dem Ausbau entstehen zusätzliche Kapazitäten für die Aus- und Weiterbildung, vor allem in den Bereichen Elektronik und Mechatronik. Auch dual Studierende der Elektrotechnik sollen davon profitieren. Damit soll der Campus neue Wertschöpfungsketten in der Lausitz unterstützen und den steigenden Fachkräftebedarf decken, etwa beim neuen Bahn-Instandhaltungswerk in Cottbus.
90 Prozent aus Strukturwandelmitteln
Die Förderung stammt aus dem Just Transition Fund der EU-Förderperiode 2021 bis 2027, mit dem Kohleregionen im Strukturwandel unterstützt werden. Rund 70 Millionen Euro kommen aus dem JTF, rund 13,7 Millionen Euro steuert das Land Brandenburg als Kofinanzierung bei. Damit sind 90 Prozent der förderfähigen Kosten gedeckt.
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