Drei Inklusionsstaffeln der HYROX-Abteilung des KSC Asahi Spremberg sind beim HYROX in Hamburg ins Ziel gekommen. Zwölf Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Behinderung starteten am Freitagabend gemeinsam in der regulären Wertung, alle drei Teams blieben unter einer Stunde und 40 Minuten.
Zwölf Athleten mit und ohne Behinderung am Start
Für das Projekt „Inklusion mit & durch HYROX“ war der Wettkampf am 30. Oktober in Hamburg eine Premiere. Erstmals gingen drei Inklusionsstaffeln offiziell in der regulären Open-Kategorie an den Start, eine Männerstaffel, eine Mixed-Staffel und eine Frauenstaffel. Beim Fitnesswettkampf HYROX wechseln sich Laufabschnitte und Workout-Stationen ab, in der Staffel teilen sich vier Sportler die Strecke.
Jede der drei Staffeln war zur Hälfte mit adaptiven und zur Hälfte mit nicht-adaptiven Athletinnen und Athleten besetzt. Insgesamt starteten sechs Menschen mit Behinderung und sechs Menschen ohne Behinderung. Diese Aufteilung war nach Angaben des Projekts freiwillig und keine Vorgabe des Veranstalters. Eine gesonderte adaptive Wertung oder geringere Anforderungen gab es nicht. Alle zwölf Teilnehmenden kamen ohne Zeitstrafen oder Disqualifikationen ins Ziel. Neben Mitgliedern der HYROX-Abteilung waren auch Sportlerinnen und Sportler aus anderen Regionen Deutschlands dabei, die dem Verein nicht angehören.
Die Ergebnisse der drei Staffeln beim HYROX Hamburg
Den Anfang machte um 19.50 Uhr die Männerstaffel mit Joaquín Sandiano, Christoph Ressel, Daniel Hinrichsen und Michael Radefeld. Sie kam nach 1:27:49 Stunden ins Ziel und belegte Platz 39 in der Altersklasse unter 40 Jahren.
Um 20.05 Uhr folgte die Mixed-Staffel mit Torge Marschalk, Sandra Woytke, Michael Haker und Franziska Schnäckel. Mit 1:33:08 Stunden erreichte sie Platz 10 in der Altersklasse ab 40 Jahren.
Die Frauenstaffel mit Hella Thieke, Pauline Zahrt, Christiane Klausner und Madlen Kanter startete um 20.25 Uhr und lief nach 1:37:20 Stunden auf Platz 12 der Altersklasse ab 40 Jahren ein.
Projektgründerin Madlen Kanter lief selbst mit
Zur Frauenstaffel gehörte auch die 49-jährige Sprembergerin Madlen Kanter. Sie hat das Projekt „Inklusion mit & durch HYROX“ gegründet und entwickelt es weiter. In Hamburg ging sie selbst als Sportlerin mit Behinderung an den Start, es war nach Angaben des Projekts ihr 17. HYROX-Rennen seit 2022. Kanter beschäftigt sich als Sozial- und Humanwissenschaftlerin seit mehr als 20 Jahren beruflich und ehrenamtlich mit Inklusion und Teilhabe.
Die Idee reicht bis ins Jahr 2021 zurück. Damals entstand sie aus einer gemeinsamen sportlichen Initiative von Madlen Kanter und Sarah-Luisa Lehmann. Am 1. November 2023 wurde in Spremberg die HYROX-Abteilung des KSC Asahi gegründet, nach Angaben des Projekts die weltweit erste HYROX-Vereinsabteilung. Zur Projektarbeit gehören neben Wettkämpfen auch sportpädagogische Angebote und Begegnungen.
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Am heutigen 1. November feiert die HYROX-Abteilung ihr dreijähriges Bestehen. In der Saison 2026/27 will das ehrenamtliche Team weitermachen. Geplant ist eine weitere inklusive Teilnahme in Berlin 2027, sofern die Veranstaltung stattfindet. Künftig sollen auch weitere Formen von Behinderung einbezogen werden, insbesondere kognitive Beeinträchtigungen.
Der KSC Asahi Spremberg ist vor allem für Judo und Sumo bekannt. Zuletzt hatte der Verein Sumo-WM-Bronzemedaillengewinnerin Rosalie Büttner mit einem Empfang geehrt.
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Red. / Presseinformation


















