Das Lausitzer Seenland soll als gemeinsame Urlaubsregion von Sachsen und Brandenburg zusammenwachsen. Der Tourismusverband Lausitzer Seenland mit Sitz in Senftenberg erhält dafür 1,2 Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium. Das Projekt läuft vier Jahre, der offizielle Auftakt ist am 26. November.
Bund fördert das Seenland aus dem Programm STARK
Das Projekt heißt „Länderübergreifende Destinationsentwicklung des Lausitzer Seenlandes“. Das Geld kommt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aus dem Programm STARK. Insgesamt stehen rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen 1,2 Millionen Euro auf die Förderung, 200.000 Euro bringt der Tourismusverband Lausitzer Seenland e. V. als Eigenanteil auf. Über vier Jahre soll die Region als gemeinsames Reiseziel in Sachsen und Brandenburg strategisch weiterentwickelt und die Zusammenarbeit der touristischen Akteure gestärkt werden.
„Als im Juni der Seenverbund eröffnet wurde, haben wir mit viel Interesse gerechnet, aber nicht in dieser Größe. Die Entwicklung des gesamten Lausitzer Seenlandes ist sehr erfreulich. Die uns aktuell vorliegenden Zahlen für den Brandenburger Teil der Region bestätigen den positiven Trend. Im Juli konnten wir 8,2 Prozent und im August 3,5 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr verzeichnen. Jetzt geht es darum, dass daraus mehr wird als ein Sommer. Mit dem Projekt können wir das Lausitzer Seenland als Reiseziel besser aufstellen“, sagt Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes. Zuletzt hatte das Reisegebiet im August gegen den Brandenburger Trend zugelegt (wir berichteten).
Marktforschung zur Marke soll Ergebnisse 2027 liefern
Nach Angaben des Verbands steht die Region für den Wandel einer ehemaligen Bergbauregion zu einer Urlaubslandschaft. Das eröffne wirtschaftliche Perspektiven, bringe aber auch Herausforderungen mit sich. Um die touristischen Potenziale zu nutzen, brauche es eine gemeinsame Ausrichtung über die Landesgrenze hinweg. Zugleich sollen die Bedürfnisse der Einheimischen berücksichtigt werden.
Am Anfang steht eine Marktforschung. Sie untersucht unter anderem, wie bekannt die Marke Lausitzer Seenland ist, wofür sie bei Gästen steht und wie Einwohner und Wirtschaft die bisherige Entwicklung bewerten. Erste Ergebnisse werden im Sommer 2027 erwartet. Aus der Auswertung sollen Stärken, Chancen und Entwicklungsbedarf abgeleitet werden. Darauf aufbauend entsteht eine Destinationsbildungsstrategie mit gemeinsamen Entwicklungszielen, Handlungsempfehlungen und Kommunikationsmaßnahmen.
Workshops und Befragungen mit Menschen aus der Region
Das Projekt setzt auf einen breiten Beteiligungsprozess. In Workshops, Arbeitskreisen, Befragungen und Netzwerktreffen sollen unterschiedliche Sichtweisen zusammengeführt, Prioritäten gesetzt und gemeinsame Lösungen entwickelt werden.
„Eine starke Destination entsteht nicht allein durch Konzepte, sondern durch die Menschen, die sie mitgestalten. Deshalb ist uns der Dialog mit Kommunen, Tourismusakteuren, Vereinen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig. Gemeinsam entwickeln wir konkrete Lösungen, die im Lausitzer Seenland ankommen und den Strukturwandel sichtbar voranbringen“, sagt Projektkoordinatorin Sarah Brunne.
Langfristig sollen die touristische Wertschöpfung gestärkt und die Bekanntheit der Marke weiter gesteigert werden. Die Region soll sich so länderübergreifend als Lebens-, Wirtschafts- und Urlaubsraum weiterentwickeln. Die vollständige Mitteilung bietet der Verband als PDF zum Download an.
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