Ralph Möhler ist seit dem 1. Oktober Professor für Pflegewissenschaft an der BTU Cottbus-Senftenberg in Senftenberg. Er erforscht die Pflege älterer Menschen und will mit Pflegeeinrichtungen in der Region und der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem zusammenarbeiten.
Forschung zur Langzeitpflege älterer Menschen
Sein Forschungsschwerpunkt ist die Pflege älterer Menschen, besonders in der Langzeitpflege. Als Beispiel nennt Ralph Möhler Konzepte, mit denen sich freiheitsentziehende Maßnahmen wie Gurtfixierungen oder Bettgitter vermeiden lassen. „Solche Maßnahmen werden häufig bei Menschen mit Demenz eingesetzt, obwohl sie oft mehr Risiken bergen als Nutzen bringen“, sagt Möhler.
Derzeit entwickelt er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen an anderen Standorten eine Leitlinie mit Empfehlungen für die Pflegepraxis zu diesem Thema. „Auch an der BTU wird die Pflege älterer Menschen ein wichtiges Forschungsfeld sein, mit besonderem Blick auf die Bedingungen und Herausforderungen in der Region“, kündigt der Professor an.
Zusammenarbeit mit der MUL-CT und Pflegeeinrichtungen
„Als praxisnahe Disziplin ist in der Pflegewissenschaft die Zusammenarbeit mit Pflegefachpersonen, Vertreter:innen von Pflegeeinrichtungen und weiteren Berufsgruppen notwendig“, sagt Möhler. Der Standort Cottbus-Senftenberg biete dafür sehr gute Voraussetzungen. Gemeinsam mit regionalen Akteuren ließen sich relevante Themen erkennen und bearbeiten, um die Pflege- und Versorgungsqualität vor Ort zu verbessern.
Eine Kooperation mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) in Cottbus strebt er sowohl in gemeinsamen Projekten zur Verbesserung der Pflegequalität als auch bei der Förderung einer interdisziplinären Lehre an. Die MUL-CT plant einen Masterstudiengang für akademisch ausgebildete Pflegekräfte, der auf dem Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft der BTU aufbauen soll (wir berichteten).
Was die Pflegewissenschaft gegen den Fachkräftemangel tut
Im Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft erwerben die Studierenden laut Möhler fachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten für die berufliche Pflege und darüber hinaus wissenschaftliche Kompetenzen. Seit diesem Jahr werden außerdem die gesetzlich neu festgelegten erweiterten heilkundlichen Kompetenzen vermittelt. „Die Absolvent:innen sind damit gut auf die aktuellen Herausforderungen unseres Gesundheitssystems vorbereitet“, sagt er. Sie ergänzten die Pflegefachpersonen mit beruflicher Ausbildung, die ebenfalls ein wichtiger Baustein für die pflegerische Versorgung in der Region seien.
Auch die Pflegeforschung könne dazu beitragen, die Pflegesituation vor Ort zu verbessern. So würden etwa Ideen zur Verbesserung der Pflege in praxisnahe Konzepte überführt und deren Nutzen überprüft.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
VollzeitBewerbung bis 31.10.Abteilungsleiter Finanzen (m/w/d)LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG · CottbusZur Stelle →Alle 282 Stellen in Südbrandenburg →Red. / Presseinformation











