Das Durchschnittsalter in Südbrandenburg reicht von 40,5 Jahren in Schönefeld bis 53,9 Jahren in Münchehofe. Das zeigen Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zum Jahresende 2025, die wir für die Gemeinden der Region ausgewertet haben.
Brandenburg ist im Schnitt 47,7 Jahre alt
Landesweit lag das Durchschnittsalter Ende 2025 bei 47,7 Jahren, in Berlin bei 42,8 Jahren. Bundesweit waren es 45,0 Jahre. Seit 2011 ist die Brandenburger Bevölkerung damit im Schnitt um 1,6 Jahre älter geworden, damals lag der Wert bei 46,1 Jahren. Im Vergleich der Bundesländer hat Brandenburg nach Angaben des Amtes das vierthöchste Durchschnittsalter. Am ältesten ist die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt mit 48,4 Jahren, am jüngsten in Hamburg mit 42,3 Jahren.
Ausgewertet hat das Amt 408 Brandenburger Städte und Gemeinden. Für die vier Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße sind das 124 Gemeinden. In 55 davon liegt das Durchschnittsalter bei 50 Jahren oder darüber. Das Amt hat seine Mitteilung am 1. Oktober korrigiert, hier sind die korrigierten Werte verwendet.
Schönefeld hat die jüngste Bevölkerung der Region
Schönefeld im Landkreis Dahme-Spreewald kommt auf 40,5 Jahre. Landesweit ist nur Borkwalde in Potsdam-Mittelmark mit 40,3 Jahren jünger. Auch die nächsten Plätze in der Region gehen an Dahme-Spreewald: Schulzendorf (44,6), Drahnsdorf (44,9) und Bestensee (45,2). Wildau liegt bei 46,1, Königs Wusterhausen bei 46,9 Jahren.
Cottbus bleibt mit 47,1 Jahren leicht unter dem Landesschnitt, Frankfurt (Oder) liegt mit 48,0 Jahren knapp darüber. In Oberspreewald-Lausitz ist Kroppen mit 46,4 Jahren die jüngste Gemeinde, in Spree-Neiße Schmogrow-Fehrow mit 46,2 Jahren.
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Münchehofe hat das höchste Durchschnittsalter
Am ältesten ist die Bevölkerung in Münchehofe (Dahme-Spreewald) mit 53,9 Jahren. Dahinter folgen mit je 53,8 Jahren Jamlitz, Mühlberg/Elbe und Schilda, danach Steinreich (53,5), Döbern (53,3), Guben (53,1) und Schwielochsee (53,0).
Unter den größeren Städten der Region liegt Guben vorn. Lauchhammer kommt auf 51,3 Jahre, Forst (Lausitz) auf 50,7, Spremberg auf 50,5 und Senftenberg auf 50,1 Jahre. Lübbenau/Spreewald liegt bei 49,9, Finsterwalde bei 49,5 und Lübben (Spreewald) bei 49,1 Jahren.
Elbe-Elster fast überall über dem Landesschnitt
In Elbe-Elster liegt nur eine von 33 Gemeinden unter dem Landeswert von 47,7 Jahren: Lichterfeld-Schacksdorf mit 47,5 Jahren. In Oberspreewald-Lausitz sind es mit Kroppen und Lindenau (47,6) zwei Gemeinden, in Spree-Neiße mit Schmogrow-Fehrow und Dissen-Striesow (47,0) ebenfalls zwei. In Dahme-Spreewald bleiben elf Gemeinden unter dem Landesschnitt, vor allem im Berliner Umland.
Kleinstädte und Landgemeinden altern schneller
Nach Angaben des Amtes zeigt sich bundesweit ein klares Muster: Je ländlicher eine Gemeinde ist, desto stärker ist sie seit 2011 gealtert. In den Brandenburger Kleinstädten stieg das Durchschnittsalter von 46,3 auf 48,4 Jahre, in den Landgemeinden von 47,0 auf 49,5 Jahre. Die Groß- und Mittelstädte des Landes kommen im Schnitt auf 46,9 Jahre. Grundlage ist die Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022. Wie sich die Bevölkerung der Lausitz bis 2040 entwickeln soll, zeigt die Bevölkerungsprognose des Landes.
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Red. / Presseinformation








