Das 36. FilmFestival Cottbus widmet sich vom 3. bis 8. November den 1990er-Jahren und ihren Folgen. In der Reihe „Wende und kein Ende?“ stellt das Festival Filme aus der Nachwendezeit neuen Arbeiten junger Regisseurinnen und Regisseure gegenüber. Das teilte das FilmFestival Cottbus mit.
Filmpaare aus Osteuropa und Ostdeutschland
Die Reihe stellt jeweils einen Film von damals neben einen aktuellen. Aus dem Baltikum trifft der lettische Dokumentarfilmklassiker „Is it easy to be young?“ von 1986 auf den litauischen Kinoerfolg „The Southern Chronicles“ von 2024. Aus der Slowakei kommen zwei Gangsterkomödien über die Goldgräberstimmung jener Jahre, aus Ungarn István Szabós „Dear Emma, Sweet Böbe“ von 1991 und der Animationsfilm „Pelikan Blue“.
Für Ostdeutschland steht „Herzsprung“ von Helke Misselwitz aus dem Jahr 1992. Der Film erzählt von Johanna, die nach dem Verlust ihrer Arbeit in einer brandenburgischen Kleinstadt neu anfangen will. Misselwitz stellt ihn persönlich in Cottbus vor. Dazu läuft „Morgen vor langer Zeit“ von Luise Donschen aus diesem Jahr.
Zeitzeugenfilme von Schülern aus Cottbus
Der Dokumentarfilm „Die Klasse von 1990“ begleitet ehemalige Schauspielstudierende, die 1990 in Rostock-Lichtenhagen um ihre Hochschule kämpften. Ergänzt wird die Reihe durch Zeitzeugenfilme aus Cottbus, Lübeck und Neuruppin. Darin fragen Schülerinnen und Schüler nach Erinnerungen an die Grenzöffnung und die DDR.
Während der Festivalwoche treffen sich außerdem Jugendliche aus Polen, Tschechien und Deutschland in Cottbus zu einem Workshop über die Nachwendezeit. Reihe und Workshop fördert die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
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FilmFestival Cottbus zeigt sorbische DEFA-Filme
Zum 80. Gründungsjubiläum der DEFA zeigt das FilmFestival Cottbus in der Sektion „Heimat | Domownja | Domizna“ auch sorbisches Filmschaffen. Von 1980 bis 1990 entstanden in der Produktionsgruppe Sorbischer Film in Bautzen knapp 40 Filme. Drei davon sind in Cottbus zu sehen, zwei Arbeiten von Toni Bruk laufen in nieder- und obersorbischer Fassung mit deutscher Simultanübersetzung.
Insgesamt zeigt das FilmFestival Cottbus 147 Filme aus 40 Ländern in drei Wettbewerben und weiteren Sektionen. Das vollständige Programm soll Mitte Oktober erscheinen.
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Red. / Presseinformation









