Die Stadt Cottbus will die Einwohner mit einer neuen Broschüre zur Krisenvorsorge anleiten. Das Heft „Krisenhilfe“ steht bereits online, gedruckt werden sollen voraussichtlich 60.000 bis 70.000 Exemplare. Das teilte das Pressebüro der Stadt auf Anfrage von Niederlausitz aktuell mit.
Broschüre zur Krisenvorsorge steht schon online
Seit Mittwoch ist die Broschüre unter cottbus.de/krisenhilfe abrufbar. Derzeit wird sie noch Korrektur gelesen, danach soll sie gedruckt werden. Die genaue Auflage ist laut Pressebüro noch nicht abschließend entschieden. Ausgelegt werden soll das Heft unter anderem in Stadtteilläden, Institutionen und an den Standorten der Verwaltung.
Oberbürgermeister Tobias Schick hatte die Broschüre am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt. Ein Schwerpunkt der Verteilung sollen demnach die großen Wohnviertel in Sachsendorf, Schmellwitz, Sandow und Ströbitz sein, unterstützt von den großen Vermietern. Online soll es das Heft auch in mehreren Sprachen geben.
Vorrat für 72 Stunden nach finnischem Vorbild
Die Broschüre beruht auf einem 72-Stunden-Konzept aus Finnland, das die Stadt bei einem Besuch in Helsinki kennengelernt hat. Ziel ist, dass jeder Haushalt für mindestens drei Tage vorgesorgt hat. Zur Krisenvorsorge gehören laut Schick ausreichend Wasser und Lebensmittel, ein batteriebetriebenes Radio, Toilettenpapier, Kerzen und Streichhölzer. Tipps gibt auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Die Katastrophenschutz-Leuchttürme der Stadt seien Teil der Nothilfe, aber nicht auf 100.000 Menschen ausgelegt, sagte Schick. „Es bleibt dabei: Eigenvorsorge ist immens wichtig.“ Die Besetzung der Leuchttürme werde derzeit festgelegt, die Teams würden geschult. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung seien zum Einsatz verpflichtet, viele hätten sich bereits freiwillig gemeldet.
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Kurse und Vorführung zur Krisenvorsorge in Cottbus
Neben der Broschüre bereitet die Stadt nach Schicks Worten Kurse und Workshops in den Ortsteilen vor, gemeinsam mit den Stadtteilmanagern. Dort soll es um das 72-Stunden-Konzept, um Erste Hilfe und um Cybersicherheit gehen.
Zur Nacht der kreativen Köpfe am 10. Oktober will die Stadt an der Feuerwache I zeigen, wie ein Leuchtturm aufgebaut ist und funktioniert. Geplant sind auch Feuerwehrtechnik und ein Blackout-Szenario zum Mitmachen. Im kommenden Jahr soll das an weiteren Leuchtturm-Standorten wiederholt werden, etwa zum Tag des Notrufs am 11. Februar. Den ersten Leuchtturm hatte die Stadt im Sommer 2024 in Betrieb genommen (wir berichteten).
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Red.






