Am 18. und 19. September trainieren Katastrophenschutzbehörden und Einsatzkräfte aus der Lausitz gemeinsam die Bewältigung einer großflächigen, mehrtägigen Hochwasserlage. Die Übung „Spree – FLUT 2026″ setzt die Reihe „Die Lausitz übt!“ der Vorjahre fort. Im Mittelpunkt stehen die überregionale Zusammenarbeit, belastbare Führungsstrukturen und die Kommunikation zwischen den beteiligten Stellen – geprobt werden auch Schichtwechsel und die gegenseitige Unterstützung der Einheiten über mehrere Tage hinweg. Beteiligt sind neben der Stadt Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße auch die Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Dahme-Spreewald. Cottbus bringt seinen Verwaltungs- und Führungsstab ein, der Landkreis Spree-Neiße zusätzlich die Befehlsstellen der Stadt Spremberg und der Gemeinde Neuhausen/Spree. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der Kräfte auch bei einer über mehrere Tage andauernden Lage sicherzustellen.
„Informationen müssen schneller fließen als das Wasser“
„Katastrophenschutz kennt keine Verwaltungsgrenzen“, betont Cottbus‘ Oberbürgermeister Tobias Schick. „Gerade bei einem Hochwasser entlang der Spree müssen Informationen möglichst schneller fließen als das Wasser.“ Mit der Übung überprüfe man die eigenen Abläufe und verbessere die Zusammenarbeit für den Ernstfall.
Spree-Neißes Landrat Martin Heusler verweist auf die Erfahrung der Region: „Das Szenario einer Hochwasserlage hat den Spree-Neiße-Kreis in der Vergangenheit bereits zweimal getroffen.“ Aus diesen Ereignissen wisse man, welche Bedeutung eine landkreisübergreifende Zusammenarbeit habe. Die Übung werde aufzeigen, an welchen Stellen sich die Zusammenarbeit noch vertiefen lasse.
Kurze Straßensperrung bei Burg
Größere Auswirkungen für die Bevölkerung sind nach Angaben der Stadt nicht zu erwarten. Eine Ausnahme betrifft das Amt Burg (Spreewald): Am 19. September kommt es auf der L 50 zwischen den Ortsteilen Fehrow und Striesow zwischen etwa 8.20 und 9.40 Uhr zu einer kurzzeitigen Straßensperrung. Grund ist die Schließung einer Deichscharte, die Teil der Übung ist. Eine Umleitung wird für diesen Zeitraum nicht ausgewiesen, Beeinträchtigungen für den Nahverkehr werden nicht erwartet.
Zur Übung gehört am 19. September auch ein Praxistag, bei dem die Einsatzkräfte unter anderem Maßnahmen zur Deichsicherung mit dem Technischen Hilfswerk kennenlernen und sich über Unterstützung durch die Bundeswehr informieren können. Für die gemeinsame Lagedarstellung kommt die landesweit eingeführte Software CommandX zum Einsatz. Trainiert werden sollen ausdrücklich Aufbau, Struktur, Kommunikation und Durchhaltefähigkeit – nicht die vollständige Bewältigung einer realen Hochwasserlage.
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Red. / Presseinformation




