Am Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Herzberg ist ein regulärer Präsenzunterricht nach den Geruchsauffälligkeiten (->> wie berichtet) weiterhin nicht möglich. Eine erste Innenraumluftmessung durch den TÜV Nord liegt inzwischen vor – die Ergebnisse lassen eine Rückkehr zum Normalbetrieb nach Angaben des Landkreises Elbe-Elster derzeit aber noch nicht zu. Um die Raumluft umfassender bewerten zu können, wurde eine weitere Messung beauftragt. Sie soll am kommenden Dienstag an verschiedenen Messpunkten im Schulgebäude erfolgen.
Was bisher geschah
Ausgelöst wurde die Schließung durch Geruchsauffälligkeiten, die Ende August bei einer Grundreinigung des Schulgebäudes festgestellt worden waren. Die Reinigungsarbeiten wurden daraufhin unterbrochen, der Start ins neue Schuljahr fiel aus: Zum geplanten Schulbeginn konnte das Gymnasium den Betrieb nicht wie üblich aufnehmen. Seither läuft der Unterricht zunächst im Distanzlernen, ergänzt durch eine Betreuung der Schülerinnen und Schüler vor Ort – unter anderem in der Turnhalle und in nahegelegenen Gebäuden des Landkreises. Die Ursache der Geruchsauffälligkeiten ist bislang nicht abschließend geklärt; sie soll durch die Luftmessungen ermittelt werden. Eine konkrete Gefährdung hat der Landkreis zu keinem Zeitpunkt kommuniziert, betont aber, aus Vorsorge zu handeln.
Parallel wurden die betroffenen Räume mehrfach gereinigt. Zudem setzt die Schule eine Empfehlung des TÜV Nord zum regelmäßigen und intensiven Lüften um.
Wechselunterricht wird geprüft
Während die Untersuchungen weiterlaufen, bereitet der Landkreis gemeinsam mit der Schule verschiedene Möglichkeiten für den Unterricht vor. Geprüft wird unter anderem ein Präsenzunterricht im Wechselmodus. Zusätzlich untersuchen das Amt für Jugend, Familie und Bildung sowie das Immobilienmanagement des Landkreises, welche weiteren Räume im Stadtgebiet – über die bereits genutzten hinaus – für den Unterricht infrage kommen.
„Wir arbeiten intensiv daran, den Schülerinnen und Schülern so schnell wie möglich wieder einen guten und verlässlichen Unterricht vor Ort zu ermöglichen“, sagt die zuständige Dezernentin Anja Miersch. Dafür prüfe man unterschiedliche Wege und berücksichtige zugleich die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen. Miersch steht dazu nach Angaben des Kreises in engem Austausch mit Schulleiterin Dr. Barbara Pietzonka, Vertretern des Staatlichen Schulamtes und Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz. Gemeinsam sollen die weiteren Schritte abgestimmt werden.
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Red. / Presseinformation




