Die MAWV Trinkwasserampel steht aktuell auf Rot. Im Verbandsgebiet des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbands zwischen Königs Wusterhausen, Schönefeld und dem Spreewald gilt damit ein dringender Aufruf zum Wassersparen, wie aus der Website des Verbands hervorgeht.
Was die rote MAWV Trinkwasserampel bedeutet
Bei der roten Phase ruft der Verband dringend dazu auf, den Trinkwasserverbrauch zu senken. Denn der Verbrauch droht die Förderleistung des MAWV zu überschreiten. Garten- und Rasenbewässerung sollen Kundinnen und Kunden deshalb unterlassen. Auch das Befüllen von Pools, die Fahrzeugwäsche und das Reinigen von Terrassen sind tabu. Zudem soll niemand Trinkwasser aus Standrohren entnehmen. Diese Regeln nennt der MAWV auf seiner Internetseite. Wer trotzdem unnötig Wasser verbraucht, gefährdet damit den Druck im Netz.
So funktioniert die dreistufige Trinkwasserampel
Die MAWV Trinkwasserampel arbeitet mit drei Farben und zeigt so die aktuelle Wasserlage im Verbandsgebiet an. Bei Grün sind Grundwasserspiegel und Leitungsdruck gut, der Verbrauch bleibt niedrig. Eine Nutzung ist dann uneingeschränkt möglich, nur die Pool-Befüllung in Spitzenzeiten soll unterbleiben. Bei Gelb arbeiten die Anlagen mit voller Förderleistung, weshalb Bewässerung und Pool-Befüllung früh und abends entfallen sollen. Springt die Ampel auf Rot, ist das Wasser knapp. Damit verschärft der Verband seine Spar-Appelle deutlich.
Das Verbandsgebiet reicht bis in den Spreewald
Zum MAWV gehören nach Angaben des Verbands 20 Gemeinden mit ihren Orten und Ortsteilen. Das Gebiet umfasst rund 757 Quadratkilometer südöstlich von Berlin und reicht bis in den Spreewald. Dazu zählen unter anderem Königs Wusterhausen, Wildau, Eichwalde, Zeuthen, Schulzendorf und Schönefeld mit dem Flughafenumfeld. Insgesamt versorgt der Verband mehr als 120.000 Menschen in über 30.000 Haushalten. Sein Trinkwasser gewinnt der MAWV ausschließlich aus Grundwasser. Betrieb und Wartung der Anlagen übernimmt für den Verband die DNWAB. Für viele Orte im Landkreis Dahme-Spreewald ist die Ampel deshalb ein direktes Signal.
Was bei einem Trinkwassernotstand gilt
Reichen die Sparappelle nicht aus, kann ein Trinkwassernotstand folgen. Dann sind die Spitzenverbräuche so hoch, dass die Förderung ausgeschöpft ist und der Druck im Netz sinkt. Trinkwasser dürfen Haushalte in diesem Fall nur noch zum Trinken, Kochen und für die Körperpflege nutzen. Bewässern, Kühlen oder Reinigen mit Trinkwasser gelten dann als Ordnungswidrigkeit und können laut MAWV ein Bußgeld nach sich ziehen.
Das können Haushalte jetzt selbst tun
Wer mithelfen will, verlegt das Gießen in die späten Abendstunden oder lässt es in der roten Phase ganz. Auch Auto und Terrasse bleiben besser ungewaschen, solange die Ampel auf Rot steht. Schon kleine Schritte entlasten das Netz, etwa kürzeres Duschen oder das Sammeln von Regenwasser für den Garten. Die einzelnen Phasen erklärt der Verband ausführlich auf der Seite zur Trinkwasserampel des MAWV. Über den tagesaktuellen Stand informiert zudem die Startseite des Verbands. Gerade in trockenen Sommerwochen lohnt sich daher ein regelmäßiger Blick auf die Ampel.
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Red. / Presseinformation





