Ein Abend für die Songs, die sonst die Saga tragen
Wer die KRABAT-Saga an der KRABAT-Mühle in Schwarzkollm erlebt, nimmt oft nicht nur die Geschichte, die Kostüme und die besondere Kulisse mit nach Hause. Vor allem viele der Lieder bleiben hängen, tauchen später wieder im Kopf auf oder werden inzwischen sogar über Streamingdienste gehört. Genau diese Musik bekommt nun erstmals einen eigenen Abend: ohne große Spielszenen, ohne die komplette Saga, dafür mit mehr Raum für die Stimmen, die Melodien und die Geschichten dahinter.
Am 14. Juli 2026 lädt die KRABAT-Mühle Schwarzkollm zur „KRABAT-Saga – Das Open-Air-Konzert“ ein. Die Songs wurden eigens für die Saga geschrieben und sind eng mit den einzelnen Szenen und Figuren verbunden. Komponiert und arrangiert wurden sie von Andreas Goldmann. Die Texte stammen aus unterschiedlichen Federn, vor allem aber von Michael Kuhn, dem Künstlerischen Leiter, Regisseur und Autor der Saga.
Geschäftsführer Anton Fuchs beschreibt die Bedeutung der Musik so: „Also, wir haben ja in den letzten drei Jahren für die KRABAT-Saga über 30 neue Songs komponieren lassen, die wirklich stückbezogen sind, die aus dem Stück wirklich nicht mehr wegzudenken sind.“ Die Inszenierung sei dadurch deutlich musikalischer geworden. Auch die Rückmeldungen der Gäste hätten gezeigt, dass die Lieder längst mehr sind als reine Begleitung.
„Weil unsere Gäste gespiegelt haben, dass sie die Musik so toll finden, wir merken es ja auch natürlich bei den ganzen Streamingdiensten, Spotify, iTunes und was es alles so gibt, dass die Leute sehr gerne unsere Musik hören“, sagte der Geschäftsführer. Daraus sei die Idee entstanden, einen Abend zu schaffen, an dem „nur diese Lieder und diese Songs“ im Mittelpunkt stehen.
Näher dran an Stimmen, Menschen und Geschichten
Der Konzertabend soll nicht einfach eine Wiederholung der bekannten Saga-Musik werden. Vielmehr geht es darum, die Stücke aus einer anderen Perspektive zu erleben. Die Darstellerinnen und Darsteller präsentieren Songs aus den KRABAT-Saga-Spielzeiten 2024, 2025 und 2026 und bringen zugleich eigene persönliche Lieder mit. Damit soll der Abend zeigen, welche Musik sie selbst geprägt hat und mit welchen Stücken sie etwa bei Castings oder Auditions aufgetreten sind. Fuchs sagte dazu, es gehe auch um Songs, „die die Darsteller selber auf der Reise zum großen Star begleitet haben“. Verbunden werden diese Beiträge mit persönlichen Gedanken, kleinen Anekdoten und Geschichten aus der Arbeit an der Saga. Für das Publikum entsteht damit ein Blick hinter die Kulissen: auf Menschen, die sonst als Figuren auf der Bühne stehen, an diesem Abend aber stärker als Sängerinnen, Sänger und Persönlichkeiten erlebbar werden.
Auch die Atmosphäre soll diesen Charakter unterstützen. Statt großer Inszenierung ist ein ruhigerer, direkterer Konzertabend geplant. Fuchs beschreibt ihn als „sehr intimen, ganz heimlichen Rahmen“. Die Bühne und das Gelände sollen dafür etwas anders gestaltet werden als bei der KRABAT-Saga. „Es wird ein bisschen, ich sag’s jetzt mal neudeutsch, loungiger werden“, sagte er am NL-Mikro. Geplant sind unter anderem indirektes Licht und eine Stimmung, die eher an einen besonderen Sommerabend mit Musik erinnert als an eine klassische Theateraufführung.
Märchenhaft, träumerisch und mit Pop-Gefühl
Musikalisch bewegt sich die KRABAT-Saga nach Einschätzung von Fuchs inzwischen zwischen Märchenklang und Pop. „Ich glaube, dass es über die Jahre jetzt auch sehr märchenhaft geworden ist“, sagte er. Die Songs würden teils mit Disney-Musik verglichen, weil sie träumerisch, emotional und bildhaft wirken. So bekommt die Musik einen eigenen Wiedererkennungswert: eingängig genug für ein Konzert, aber eng verbunden mit der Welt von Krabat, der Mühle und der sagenhaften Atmosphäre in Schwarzkollm. Zudem gebe es Überlegungen, einzelne Songs anders zu präsentieren als in der großen Saga. Manche Lieder könnten dadurch in einer kleineren, leicht bearbeiteten Fassung erklingen. So soll die Musik nicht nur wiederholt, sondern neu hörbar gemacht werden.
Auch für Gäste ohne Saga-Karten interessant
Ein weiterer Hintergrund für den Konzertabend ist die große Nachfrage nach der KRABAT-Saga. Die Karten für die Aufführungen seien laut Fuchs regelmäßig schnell vergriffen. „Das ist auch noch so ein Ansporn gewesen, dieses Format ins Leben zu rufen, weil natürlich die Karten für unsere KRABAT-Saga immer ganz, ganz schnell weg sind“, sagte er. Mit dem Konzertabend soll deshalb auch Menschen ein Zugang zur KRABAT-Welt ermöglicht werden, die keine Karten für die Saga bekommen haben. Fuchs sagte, man wolle ihnen „irgendwie die Möglichkeit geben, alles kennenzulernen und zu sehen, was wir sonst so machen hier an der KRABAT-Mühle.“ Der Abend richtet sich damit nicht nur an eingefleischte Saga-Besucher, sondern auch an jene, die die Musik, die Darsteller und die Atmosphäre der Mühle erstmals erleben möchten.
Konzertabend mit Verpflegung und wohligem Gefühl
Zum Abend gehört auch ein gastronomisches Angebot. Der Außenbereich soll als Lounge-Bereich genutzt werden, in dem sich die Gäste mit Speisen und Getränken versorgen können. Angeboten werden nach Angaben vom Geschäftsführer unter anderem Bratwurst, Schnitzelbrötchen und Konzertgetränke. Dazu kommen Softeis sowie „ein paar neue Leckereien aus der sorbischen Kulinarik“. Damit soll rund um das Konzert ein Abend entstehen, der nicht nur aus dem musikalischen Programm besteht. Die Gäste können ankommen, etwas essen oder trinken und die besondere Atmosphäre der Mühle aufnehmen, bevor die Songs der KRABAT-Saga im Mittelpunkt stehen.
Die „KRABAT-Saga – Das Open-Air-Konzert“ findet am 14. Juli 2026 an der KRABAT-Mühle Schwarzkollm statt. Der Eintritt kostet 35 Euro für Vollzahler, der ermäßigte Preis liegt bei 28 Euro. Karten gibt es telefonisch unter 035722‐951133 über die KRABAT-Mühle oder online unter www.krabatmuehle-tickets.de.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red.



