In der Gallinchener Hauptstraße in Cottbus ist seit dem 1. April 2026 eine Tesla-Supercharger-Station mit zwölf Ladesäulen in Betrieb. Die Anlage befindet sich auf dem Parkplatz des Netto-Marktes im Ortsteil Gallinchen direkt gegenüber der Autobahnauffahrt zur A15 „Cottbus-Süd“ und steht Fahrern aller Elektroautomarken offen.
Schnellladen mit bis zu 250 kW in Cottbus-Gallinchen
Die neue Station erweitert das Schnellladeangebot in Cottbus. Nach Angaben des Ladesäulenverzeichnisses GoingElectric handelt es sich um Säulen der vierten Tesla-Generation, kurz V4, mit einer Spitzenleistung von bis zu 250 kW. Jede Säule verfügt über einen CCS-Combo-Typ-2-Stecker und ist damit kompatibel mit allen gängigen Elektroautos – also nicht nur mit Tesla-Modellen.
Eine der zwölf Ladebuchten ist nach Beobachtung der Redaktion mit zusätzlichem Platz auf beiden Seiten angelegt. Sie soll insbesondere Familien mit Kindern sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität das bequeme Ein- und Aussteigen erleichtern. Auch das Umsetzen von Kindersitzen oder das Verladen von Einkäufen wird dadurch einfacher.

Tesla Supercharger Cottbus: direkt an der A15
Verkehrsgünstig liegt der neue Standort in unmittelbarer Nähe der Anschlussstelle Cottbus-Süd der Autobahn A15. Damit ist die Anlage auch für Durchreisende auf der Strecke zwischen Berlin und der polnischen Grenze ohne Umwege erreichbar. Pendler aus Richtung Spremberg und Forst profitieren zusätzlich von der Lage.
Tesla-Fahrer mussten, wenn sie an Superchargern laden wollten, bisher auf Anlagen im Umland ausweichen, etwa nach Schwarzheide, Bersteland oder weiter Richtung Berlin. Mit der Eröffnung in Gallinchen verfügt Cottbus erstmals über einen Tesla-Supercharger im eigenen Stadtgebiet.
Tesla-Supercharger in Südbrandenburg im Überblick
In Südbrandenburg stehen Elektroautofahrern damit acht Tesla-Supercharger-Standorte zur Verfügung. Sie verteilen sich entlang der Autobahnen A13, A15 und A10 sowie in der Nähe wichtiger Verkehrsknoten.
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
In Schwarzheide betreibt Tesla seit Mai 2024 eine Anlage am Outlet-Center Schwarzheide-Mitte (Naundorfer Straße 44, 01987 Schwarzheide) mit zwölf V4-Säulen und bis zu 250 kW. Der Standort liegt direkt an der A13, Ausfahrt Ruhland. Am Autohof Klettwitz in Schipkau (Senftenberger Straße 29, 01998 Schipkau) gehört nach Angaben der Gemeinde inzwischen ebenfalls ein Tesla-Supercharger zum Ladeangebot, ergänzt durch eine neue Anlage von EnBW und die bestehende NIO-Station. Über den Ausbau berichtete NIEDERLAUSITZ aktuell im April 2026.
Landkreis Dahme-Spreewald
In Bersteland (Van der Valk Allee 2, 15910 Bersteland) stehen sechs Ladesäulen mit bis zu 150 kW zur Verfügung. Der Standort liegt an der A13, Abfahrt Freiwalde. Am A10-Center in Wildau (Chausseestraße 1, 15745 Wildau) betreibt Tesla acht Säulen mit bis zu 250 kW direkt am Berliner Ring.
In Schönefeld nahe dem Flughafen BER existieren gleich zwei Tesla-Standorte: 16 Säulen am Holiday Inn (Hans Grade Allee 5) sowie weitere V4-Säulen im Supercharger Gewerbezentrum Waltersdorf (Am Rondell 1), der unmittelbar am dortigen IKEA-Einrichtungshaus liegt. Beide Standorte sind über die A113 erreichbar.
Landkreis Oder-Spree
An der Tesla-Gigafactory in Grünheide (Tesla Straße 1, 15537 Grünheide) steht der größte regionale Standort mit 19 Säulen und bis zu 250 kW Leistung. Der öffentlich zugängliche Supercharger ist über die A10 erreichbar und damit auch für Fahrer aus dem östlichen Spree-Neiße- und Oder-Spree-Gebiet eine Option.
Bezahlung per App, Ladekarte oder ad hoc
Wie GoingElectric mitteilt, stehen mehrere Bezahlwege offen. Tesla-Fahrer nutzen die sogenannte Plug-&-Charge-Funktion, bei der die Abrechnung automatisch über das hinterlegte Tesla-Konto läuft. Fahrer anderer Marken können die Tesla-App verwenden oder direkt per Kreditkarte ad hoc bezahlen, also ohne vorherige Registrierung an der Säule.
Auch Ladekarten wie DKV Card +Charge und Polestar Charge werden akzeptiert. Während des Ladevorgangs bleibt das Parken kostenfrei. Eine Aufladung von zehn auf 80 Prozent dauert bei einem typischen Mittelklasse-Elektroauto laut Tesla rund 25 bis 30 Minuten. Die Wartezeit in Cottbus lässt sich für einen Einkauf im Netto-Markt nutzen oder für einen Kaffee in der dort ansässigen Filiale von Bäcker Wahn, die werktags ab 7 Uhr geöffnet ist. Auch ein Getränke Hoffmann ist direkt am Parkplatz.
Was Nutzer zu den Preisen wissen sollten
Die Ladepreise an Tesla-Superchargern variieren laut Hersteller je nach Standort und Tageszeit. Tesla unterscheidet zwischen einer Peak-Zeit zwischen 16 und 20 Uhr sowie einem günstigeren Off-Peak-Tarif für den Rest des Tages. Die jeweils aktuellen Preise lassen sich vor jedem Ladevorgang über die Tesla-App einsehen.
Für Vielnutzer ohne Tesla-Fahrzeug bietet der Hersteller außerdem ein monatlich kündbares Supercharger-Abonnement an. Damit laden Fahrer anderer Marken zu denselben Konditionen wie Tesla-Kunden, ohne sich langfristig zu binden. Die V4-Säulen sind zudem mit längeren Ladekabeln ausgestattet, was insbesondere Fahrzeugen mit Ladeanschluss auf der hinteren oder linken Seite zugutekommt.
Standort finden und Auslastung prüfen
Die Lage des neuen Cottbuser Superchargers ist im offiziellen Tesla-Routenplaner sowie in der Tesla-App hinterlegt. Auch im Ladesäulenverzeichnis GoingElectric ist der Standort unter der Adresse Gallinchener Hauptstraße 4 in 03051 Cottbus mit allen technischen Details abrufbar. Über die App lässt sich zudem die aktuelle Belegung der zwölf Säulen einsehen, sodass Fahrer Wartezeiten gezielt vermeiden können.
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Red.





