Mobil sein, zu Therapien kommen, die Großeltern besuchen und gemeinsam mit der Familie unterwegs sein: Genau das soll für den zehnjährigen Egon aus Fürstenwalde auch künftig möglich bleiben. Dafür wird ein größeres Fahrzeug benötigt, das genügend Platz für seinen Rollstuhl und weitere Hilfsmittel bietet und behindertengerecht umgebaut werden kann. Aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung ist Egon im Alltag auf zahlreiche Hilfsmittel angewiesen, während die Transfers ins Auto für seine alleinerziehende Mutter mit zunehmendem Alter und Gewicht des Jungen immer schwieriger werden. Das neue Fahrzeug soll deshalb vor allem mehr Platz schaffen und die täglichen Wege erleichtern. Familienmitglieder haben zur Unterstützung von Egon und seiner Mutter eine Spendenkampagne auf der Onlineplattform GoFundMe gestartet. ->> Zur Aktion bei gofundme
Spendenaktion für Egon soll Mobilität sichern
Egon ist zehn Jahre alt und aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung auf einen Rollstuhl sowie verschiedene weitere Hilfsmittel angewiesen. Bei ihm wurden eine periventrikuläre Leukomalazie (PVL) und eine infantile Cerebralparese (ICP) diagnostiziert. Seit seinem siebten Lebensmonat erhält er regelmäßig Physiotherapie, seit seinem fünften Lebensjahr nutzt er einen Rollstuhl. Seit 2021 lebt Egon laut Spendenaufruf außerdem mit Epilepsie.
Seine Familie beschreibt Egon als lebensfrohen, neugierigen und aufgeschlossenen Jungen, der Autos und Musik mag und gerne Zeit mit seiner Familie verbringt. Im Alltag benötigt er unter anderem einen Rollstuhl, einen Therapiestuhl, einen Walker, einen Stehständer, ein Therapiefahrrad und einen Talker. Selbstständig und sicher sitzen, alleine stehen oder laufen kann er nach Angaben der Familie nicht. Auch flüssiges Sprechen sei nicht möglich, einzelne Wörter könne Egon jedoch sprechen.
Über mehrere Jahre erhielt Egon laut GoFundMe-Aufruf alle drei Monate eine Botulinumtoxin-Therapie mit rund 20 Injektionen in die Beinmuskulatur. Die Familie berichtet allerdings nur von einem mäßigen Erfolg. Im Juni 2025 wurde ihm eine Baclofenpumpe implantiert. Dadurch habe sich seine Beweglichkeit teilweise verbessert. Bis heute gehören Physiotherapie, Sport, Aufbautraining und Übungen mit dem Therapiefahrrad zu seinem Alltag.
Größeres Fahrzeug für Rollstuhl und Hilfsmittel
Hintergrund der Spendenaktion für Egon ist vor allem die zunehmende Platznot im bisherigen Auto. Egon lebt bei seiner alleinerziehenden und berufstätigen Mutter, die laut Spendenaufruf im Schichtdienst in einem Krankenhaus arbeitet. Der bisher genutzte Kombi sei inzwischen zu klein geworden. Egon ist mittlerweile 142 Zentimeter groß und wiegt 40 Kilogramm. Gleichzeitig werden sein Rollstuhl und weitere Hilfsmittel größer. Das Therapiefahrrad passe bereits nicht mehr in das Fahrzeug.
Auch die täglichen Transfers werden nach Angaben der Familie schwieriger. Seine Mutter muss Egon aus dem Rollstuhl in das Auto und anschließend wieder herausheben. Danach müssen Rollstuhl und weitere Hilfsmittel verstaut werden. Mit zunehmendem Alter und Gewicht werde diese Aufgabe für seine Mutter körperlich immer belastender. Ein passendes Fahrzeug soll zudem die Fahrten zu seinen Großeltern erleichtern. Da seine Mutter regelmäßig am Wochenende im Krankenhaus arbeitet, verbringt Egon diese Zeit nach Angaben des Spendenaufrufs häufig bei ihnen. Außerdem benötigt die Familie das Auto für Therapien, Training und weitere gemeinsame Wege.
Familie plant Transporter mit geeignetem Umbau
Die Familie möchte mit den eingehenden Spenden einen größeren Transporter oder Bus anschaffen und diesen anschließend an Egons Bedürfnisse anpassen lassen. Das Fahrzeug soll ausreichend Platz für ihn, seinen Rollstuhl und seine weiteren Hilfsmittel bieten. Gleichzeitig soll der Einstieg beziehungsweise der Transfer einfacher und sicherer werden. Welche Umbauten dafür konkret notwendig sind, hängt laut Spendenaufruf vom später ausgewählten Fahrzeug ab. Als mögliche Lösungen nennt die Familie beispielsweise eine Rampe, einen Schwenk- oder Drehsitz sowie weitere behindertengerechte Umbauten. Das Spendenziel soll deshalb sowohl die Anschaffung des Fahrzeugs als auch die notwendigen Anpassungen abdecken. Mit dem Aufruf verbindet die Familie vor allem den Wunsch, Egons Mobilität langfristig zu erhalten und zugleich seine Mutter im Alltag zu entlasten. ->> Zur Aktion bei gofundme
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Red.
Bilder: Gofundme










