Kolkwitz erhält mehr als 521.000 Euro aus Strukturstärkungsmitteln für das Pilotprojekt „ReUse Hub“, bei dem Betonplatten aus DDR-Wohnbauten für einen Neubau wiederverwendet werden. Wie die Gemeinde mitteilte, entsteht an der Sportanlage Jahnstraße ein Mehrzweckgebäude, dessen Rohbau über ein europäisches Forschungsprojekt finanziert wird, während die Fördermittel den Innenausbau und die Ausstattung sichern. Das zugrunde liegende Verfahren wurde von der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg im Rahmen des Projekts „Horizon 2020 – ReCreate“ entwickelt und wird in Kolkwitz erstmals praktisch umgesetzt. Der Neubau soll künftig für Vereine sowie für Bildungs-, Kultur- und Sportangebote genutzt werden.
Förderung für ReUse Hub an Sportanlage Kolkwitz
Die Gemeinde Kolkwitz im Landkreis Spree-Neiße erhält mehr als 521.000 Euro aus Strukturstärkungsmitteln für den Aufbau eines sogenannten ReUse Hub. Das geht aus einer Mitteilung der Gemeinde hervor. Das Projekt wird an der Sportanlage Jahnstraße umgesetzt und soll dort einen neuen Mehrzweckbau entstehen lassen, der insbesondere dem Vereinsleben und den Nutzern der Sportanlage zugutekommt.
Den symbolischen Förderscheck übergab der Lausitzbeauftragte des Ministerpräsidenten, Dr. Klaus Freytag, an Bürgermeister Karsten Schreiber. Die Mittel sind für den Innenausbau sowie die Ausstattung des Gebäudes vorgesehen. Der Rohbau selbst wird über ein europäisches Forschungsprojekt finanziert.

Nachhaltiges Bauen mit DDR-Betonplatten
Kern des Projektes ist die Wiederverwendung von Betonplatten aus dem DDR-Wohnungsbau. Diese sollen beim Neubau des Mehrzweckgebäudes an der Sportanlage erneut eingesetzt werden. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen zu nutzen und so den Materialverbrauch sowie den Energieaufwand beim Bau deutlich zu reduzieren.
Das Verfahren zur Wiederverwertung wurde nach Angaben der Gemeinde von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts „Horizon 2020 – ReCreate“ entwickelt. In Kolkwitz wird dieses Konzept nun erstmals praktisch angewendet.
Mehrzweckgebäude für Vereine und Sportanlage
Der geplante Neubau soll künftig vielfältig genutzt werden. Laut Gemeinde ist vorgesehen, dass Vereine, der Ortsbeirat sowie verschiedene Bildungs-, Kultur- und Sportangebote das Gebäude nutzen können. Durch die direkte Lage an der Sportanlage Jahnstraße steht dabei insbesondere die Unterstützung des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens im Mittelpunkt.
Am Standort befindet sich bereits der Sportplatz des Kolkwitzer Sportvereins 1896 e.V., sodass das neue Gebäude die bestehende Infrastruktur sinnvoll ergänzen soll. Die Gemeinde sieht darin eine Möglichkeit, Angebote zu bündeln und die Nutzungsmöglichkeiten vor Ort zu erweitern.

Pilotprojekt mit Modellcharakter für die Lausitz
Der Lausitzbeauftragte Dr. Klaus Freytag betonte laut Mitteilung den Modellcharakter des Projekts. Durch die Wiederverwendung der Betonfertigteile soll der Primärenergieverbrauch deutlich gesenkt werden. Gleichzeitig werde gezeigt, dass nachhaltiges Bauen auch mit vorhandenen Materialien aus früheren Bauphasen möglich ist.
Das Projekt soll damit beispielhaft für weitere Vorhaben in der Region stehen. Ziel ist es, neue Wege im Umgang mit Bestandsmaterialien aufzuzeigen und gleichzeitig klimafreundliche Lösungen im Bauwesen zu erproben. Gerade im Strukturwandel der Lausitz könnten solche Ansätze künftig eine größere Rolle spielen.
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Red. / Presseinformation




