Tarifkonflikt bei ALBA in Cottbus verschärft sich
Die Tarifauseinandersetzung bei ALBA Cottbus/Lausitz geht in eine neue Phase. Wie die Gewerkschaft ver.di in einer Pressemitteilung erklärt, ruft sie die Beschäftigten für den 23. April 2026 erneut zum Streik auf. Weitere Streiktage könnten folgen, abhängig vom Verlauf der Verhandlungen am selben Tag. Bereits in den vergangenen Monaten kam es an vier Tagen zu Arbeitsniederlegungen. Auch der angekündigte Streik soll sich laut ver.di auf die Müllentsorgung und Wertstoffabfuhr in der Region auswirken.
Angebot des Arbeitgebers stößt auf Kritik
Nach Angaben der Gewerkschaft hatte der Arbeitgeber sein Angebot zuletzt leicht angepasst. Vorgesehen sind demnach eine Entgelterhöhung von 2,2 Prozent zum 1. Januar 2026 sowie weitere 2,5 Prozent zum 1. Januar 2027 bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die Tarifkommission bewertet dieses Angebot jedoch als unzureichend. Laut ver.di entspreche dies für einen Kraftfahrer mit fünf Jahren Betriebszugehörigkeit lediglich einem Plus von rund 130 Euro brutto. Der künftige Monatsverdienst läge damit bei etwa 2.878 Euro brutto. Die ursprüngliche Forderung der Beschäftigten habe bei 500 Euro mehr brutto bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie zusätzlichen Zuschlägen gelegen. Nach Angaben der Gewerkschaft sei man dem Arbeitgeber in den Verhandlungen bereits deutlich entgegengekommen.
Gewerkschaft verweist auf steigende Kosten
Aus Sicht der Tarifkommission halten die angebotenen Erhöhungen nicht mit der aktuellen Preisentwicklung Schritt. Insbesondere steigende Lebenshaltungskosten würden die Beschäftigten belasten. Zudem liege das Angebot laut ver.di unter den Abschlüssen vergleichbarer Unternehmen. Auch die Argumentation des Arbeitgebers, wonach niedrigere Lebenshaltungskosten in der Region ein geringeres Lohnniveau rechtfertigten, wird von der Gewerkschaft zurückgewiesen. Der Verhandlungsführer von ver.di für ALBA Cottbus/Lausitz, Lucas Krentel, erklärte laut Pressemitteilung, das Angebot entspreche nicht der aktuellen Lebensrealität der Beschäftigten. Die Preisentwicklung, insbesondere bei Kraftstoffen, betreffe alle Regionen gleichermaßen.
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Red. / Presseinformation




