Neue Radrouten für nachhaltigen Tourismus
Die Arbeitsgemeinschaft Stadtmarketing „Wir für Lübbenau“ (WfL) hat sich erneut externe Unterstützung geholt. Wie die Spreewald-Touristinformation Lübbenau mitteilt, arbeiteten diesmal vier Studierende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde an einem Projekt zum nachhaltigen Fahrradtourismus. Bereits im vergangenen Jahr beschäftigte sich die Stadtmarketingrunde mit der Frage, wie sich Lübbenau als Rad-Destination weiterentwickeln lässt. Nach Angaben der Touristinformation sei die Stadt bislang eher kein klassisches Etappenziel für Fernradreisende, da es an kurzfristigen Übernachtungskapazitäten fehle. Gleichzeitig eigne sich Lübbenau jedoch gut als Ausgangspunkt für Tagestouren. Viele Gäste würden sich vor Ort in der Touristinformation beraten lassen oder digitale Angebote wie die Apps Komoot und outdooractive nutzen.
Studierende entwickeln neue Routen im Umland
Im Rahmen des Projekts erstellten die Studierenden drei neue Fahrradrouten mit Längen zwischen 30 und 60 Kilometern. Das Untersuchungsgebiet erstreckte sich laut Angaben der Spreewald-Touristinformation von Lübbenau aus in Richtung Calau, Luckau und Vetschau. Dabei mussten auch infrastrukturelle Besonderheiten berücksichtigt werden. So durchziehen die Autobahnen 13 und 15 das Gebiet, zudem gibt es Sperrzonen in der Bergbaufolgelandschaft.
Wie es aus der Stadtmarketingrunde heißt, sollen nur offiziell freigegebene Wege beworben werden. Die Studierenden waren mehrfach selbst mit dem Fahrrad in der Region unterwegs und prüften die Strecken vor Ort. Ihre Konzepte stellen die Themen „ländlicher Genuss“, „Kultur“ und „Natur“ in den Mittelpunkt. Trotz weniger klassischer Sehenswürdigkeiten in den kleineren Orten würden die Routen durch landschaftlich reizvolle Gebiete führen.
Ideen für mehr Erlebnis und regionale Wertschöpfung
Darüber hinaus schlagen die Studierenden vor, die Routen mit zusätzlichen Angeboten aufzuwerten. Dazu zählen beispielsweise Rätseltouren für Familien oder Audioguides mit historischen Informationen. Auch sogenannte Regiomaten könnten entlang der Strecken entstehen. In diesen Automaten lassen sich regionale Produkte wie Käse, Wurst oder Eis erwerben. Laut den Projektverantwortlichen könnten solche Angebote fehlende Gastronomie ergänzen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung stärken. Ein weiterer Ansatz ist die stärkere Einbindung von Einwohnern und lokalen Akteuren. Diese könnten bei der Entwicklung und Vermarktung der Angebote eine wichtige Rolle spielen. Ziel sei es, attraktive Erlebnisse zu schaffen, die Gäste zu längeren Aufenthalten motivieren.
Weiterentwicklung und Umsetzung geplant
Wie die Spreewald-Touristinformation mitteilt, sollen die neuen Tourenvorschläge nun weiter ausgearbeitet werden. In kommenden Sitzungen der Stadtmarketingrunde soll darüber beraten werden, welche Angebote konkret umgesetzt und vermarktet werden können. Dazu gehören auch detaillierte Tourenbeschreibungen sowie Gespräche mit regionalen Produzenten und Dienstleistern.
Geplant ist zudem, die Routen umfassend zu testen und anschließend in bestehende Freizeit-Apps zu integrieren. Auch Verknüpfungen mit bestehenden touristischen Konzepten in der Region sollen geprüft werden. Mit den neuen Angeboten verbindet die Stadtmarketingrunde die Hoffnung, stark frequentierte Bereiche wie Lübbenau und Lehde zu entlasten und gleichzeitig neue Ziele im Umland zu erschließen.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>>Hier zur Übersicht
Red. / Presseinformation
Bild: Foto CH




