Frühjahrsbepflanzung im Branitzer Park gestartet
Im Branitzer Park hat die Frühjahrsbepflanzung begonnen. Wie die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) in einer Pressemitteilung mitteilt, haben die Gärtnerinnen und Gärtner mehr als 4.600 Pflanzen in die Beete des sogenannten Pleasuregrounds gesetzt. Ziel sei es, die Parklandschaft rund um das Schloss wieder in ein farbenreiches Gesamtbild zu verwandeln. Dabei orientiere sich die Auswahl der Pflanzen an historischen Vorlagen.
In diesem Jahr zieht sich ein blau geprägtes Farbband durch die Anlage. Rund um das Schloss dominieren hell- und tiefblaue Blüten. Zum Einsatz kommen unter anderem Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Tausendschönchen sowie Goldlack. Ergänzt wird die Bepflanzung durch zahlreiche Blumenzwiebeln, die bereits im Herbst gesetzt wurden. Dazu gehören Hyazinthen, Narzissen, Tulpen und Kaiserkronen, die nun nach und nach zur Blüte kommen.
Historische Vorbilder prägen das Erscheinungsbild
Ein besonderer Fokus liegt erneut auf dem sogenannten Venusbeet. Dieses zählt zu den markantesten Anlagen im Park und wurde ebenfalls umfassend neu gestaltet. Laut Stiftung wurden dort über 100 Blumenzwiebeln sowie weiße Blüten in Kombination mit blauen Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht gesetzt. Grundlage für die Gestaltung seien historische Quellen, die eine kontrastreiche Farbigkeit belegen. Nach Angaben der Stiftung soll die Pflanzung dazu beitragen, die Wirkung der zentralen Figur zu verstärken. Die Plastik der Venus erscheine durch die gewählte Bepflanzung so, als würde sie aus dem Wasser aufsteigen. Diese Inszenierung greife bewusst gestalterische Ideen aus der Entstehungszeit des Parks auf.
Muschelbeet kehrt nach 100 Jahren zurück
Erstmals seit rund 100 Jahren wurde zudem das sogenannte Muschelbeet wiederhergestellt. Die historischen Muscheln seien erneut installiert worden, heißt es in der Mitteilung. Ergänzt wird das Ensemble durch eiserne Korallenständer mit Mördermuscheln. Auch das Monogrammbeet mit dem charakteristischen „Schnucke-S“ wurde neu angelegt. Diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit den geplanten Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag von Fürstin Lucie Pückler, die am 9. April stattfinden sollen. Der Park greift damit gezielt historische Gestaltungselemente auf und verbindet sie mit aktuellen Pflege- und Restaurierungsarbeiten.
Unterstützung durch Partner und Förderverein
Die Umsetzung der Frühjahrsbepflanzung wurde auch in diesem Jahr durch den Förderverein Fürst Pückler in Branitz e.V. finanziert. Zusätzlich unterstützten Mitarbeiter der Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand gGmbH, Mitglieder des Fördervereins sowie Bundesfreiwillige die Arbeiten vor Ort. Laut Stiftung sei die Zusammenarbeit ein wichtiger Bestandteil bei der Pflege und Weiterentwicklung der historischen Parkanlage. Mit der aktuellen Pflanzaktion bereitet sich der Branitzer Park nun auf die bevorstehende Saison vor. Besucherinnen und Besucher können in den kommenden Wochen mit einer zunehmend farbenfrohen Gestaltung der Anlagen rechnen.
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Red. / Presseinformation














