Für die rund 1.450 nichtärztlichen Beschäftigten und Auszubildenden der Asklepios Fachkliniken an den Standorten Brandenburg an der Havel, Teupitz und Lübben konnte eine Tarifeinigung erzielt werden. Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte, steigen die Tabellenentgelte in zwei Schritten um mindestens 5,2 Prozent. Zudem sind eine Aufwertung der Schicht- und Wechselschichtarbeit, höhere Zulagen sowie eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden ab 2027 vereinbart worden. Die Einigung wurde am dritten Verhandlungstag nach rund sieben Stunden erzielt und steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien.
Mehr Entgelt und Zulagen für Beschäftigte
Nach rund sieben Stunden Verhandlung wurde am dritten Verhandlungstag eine Einigung erreicht. Laut ver.di erhöhen sich die Tabellenentgelte ab 1. April 2026 zunächst um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro. Für untere Entgeltgruppen bedeutet dies nach Angaben der Gewerkschaft eine Steigerung von bis zu 4,4 Prozent. Ein weiterer Schritt folgt zum 1. April 2027 mit zusätzlichen 2,4 Prozent.
Auch Zulagen werden angepasst. So steigt ab 1. April 2026 die Intensivzulage von 100 auf 150 Euro. Gleichzeitig wird der Kreis der Anspruchsberechtigten auf Beschäftigte in der neurologischen Früh-Reha, der Stroke-Unit und der Weaning-Station ausgeweitet. Für Pflegeleitungskräfte erhöhen sich die Entgelte zusätzlich um 100 beziehungsweise 150 Euro.
Ab 1. August 2026 wird zudem die Schicht- und Wechselschichtarbeit aufgewertet. Die Wechselschichtzulage steigt um 95 Euro auf 250 Euro monatlich, die Schichtzulage um 60 Euro auf 100 Euro. Für Samstagsarbeit ab 13 Uhr ist künftig eine Zulage von 20 Prozent des Stundenentgelts vorgesehen. Laut ver.di entsprechen diese Regelungen künftig den Standards des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst.
Arbeitszeitverkürzung und höhere Sonderzahlung
Ein weiterer Bestandteil der Einigung ist die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Ab 1. Januar 2027 sinkt diese von 39 auf 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Zudem wird im Jahr 2027 die Jahressonderzahlung angehoben. Für die meisten Entgeltgruppen steigt sie von derzeit 75 auf 80 Prozent, für höhere Entgeltgruppen von 66 auf 75 Prozent. Beschäftigte mit mindestens 20 Jahren Betriebszugehörigkeit erhalten ab 1. April 2026 eine monatliche Zulage von mindestens 40 Euro. Auch die Auszubildenden profitieren: Ihre Ausbildungsvergütung erhöht sich ab 1. Mai 2026 um 75 Euro und orientiert sich damit laut ver.di an den Regelungen des öffentlichen Dienstes.
Einigung steht unter Vorbehalt
Die Laufzeit des Tarifabschlusses beträgt 24 Monate bis zum 31. Dezember 2027. Die Tarifeinigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien von ver.di und Asklepios. Eine Erklärungsfrist wurde bis zum 18. März 2026 vereinbart. Die Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH betreibt psychiatrisch-neurologische Fachkliniken in Brandenburg an der Havel, Teupitz und Lübben. Am Standort Brandenburg an der Havel gehört auch der Maßregelvollzug dazu. Die Verhandlungen wurden im Januar 2026 aufgenommen. Laut ver.di wurde die Einigung in der dritten Verhandlungsrunde erzielt, ohne dass es zuvor zu Warnstreiks kam.
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Red. / Presseinformation






