Die Volleyballerinnen des SV Energie Cottbus haben am Samstagabend ihr Heimspiel in der 2. Bundesliga Nord gegen den VC Osnabrück mit 1:3 verloren. Rund 200 Zuschauer verfolgten die Partie im Hallenkomplex Poznaner Straße.
Energie startet stark, verliert Satz eins knapp
Die Gastgeberinnen gingen mit viel Energie in den ersten Durchgang. Über Zuspielerin Ann-Sophie Schiller und die beiden Angreiferinnen Lara Sophie Bamberg sowie Helene Kinner erarbeitete sich das Team von Trainer Philipp Eisenträger eine frühe 9:3-Führung. Cottbus bestimmte in dieser Phase das Tempo und setzte die Gäste aus Niedersachsen mit dynamischem Angriffsspiel unter Druck.
Doch der VC Osnabrück blieb geduldig und kämpfte sich zurück ins Spiel. Bis zum Stand von 23:22 führte Cottbus noch, konnte den knappen Vorsprung allerdings nicht über die Ziellinie bringen. Die Gäste nutzten in der Schlussphase ihre Erfahrung und sicherten sich den ersten Satz mit 26:24. Der VCO betonte danach, dass es die beiden erfahrenen Spielerinnen Maya Sendner und Kapitänin Lisanne Masselink waren, die den Satzgewinn für Osnabrück sicherstellten.
Cottbus gleicht im zweiten Satz verdient aus
Der zweite Durchgang zeigte ein anderes Bild. Die Lausitzerinnen steigerten ihre Leistung im Angriff deutlich und übernahmen die Kontrolle über das Spielgeschehen. Mit schwungvollen Aktionen und einem verbesserten Zusammenspiel dominierte Energie den Satz und gewann ihn verdient mit 25:18. Nach 22 Minuten war der Satzausgleich hergestellt.
Zwei Aufschlagserien brechen Cottbus im dritten Satz
In den dritten Durchgang startete Cottbus erneut mit einem 4:1-Vorsprung. Doch dann wendete sich die Partie: Zwei starke Aufschlagserien der Osnabrückerinnen Lea Koopmann und Jolina Tönsing drehten das Geschehen innerhalb weniger Minuten. Aus der Cottbuser 4:1-Führung wurde ein deutlicher 5:17-Rückstand. Das Team von Trainer Eisenträger fand in dieser Phase keine Mittel, um den Aufschlagdruck der Gäste zu entschärfen.
Am Ende ging der dritte Satz mit 11:25 deutlich an Osnabrück. Es war der kürzeste Durchgang der Partie und dauerte nur 18 Minuten. Der VCO hatte in dieser Phase nach Angaben seines Trainers Gunnar Kraus vor allem am Aufschlag überzeugt.
Aufholjagd im vierten Satz bleibt unbelohnt
Trotz des deutlichen Satzverlust zeigte Cottbus im vierten Durchgang Moral. Die Mannschaft mobilisierte nochmals ihre Reserven und ging mit 14:9 in Führung. Für einen Moment schien die Verlängerung in einen fünften Satz in Reichweite. Doch erneut fehlte die Konstanz in den entscheidenden Momenten: Eigenfehler brachten Osnabrück zurück ins Spiel.
Beim Stand von 16:16 war der Satz wieder ausgeglichen. In der Schlussphase übernahm die Osnabrücker Kapitänin Masselink eine tragende Rolle und führte ihr Team zum 25:23-Satzgewinn. Damit war die Partie nach 89 Minuten mit einem 1:3 aus Cottbuser Sicht beendet.
Schiller als beste Cottbuserin ausgezeichnet
Als wertvollste Spielerin der Partie wurde Osnabrücks Lisanne Masselink geehrt, die zum siebten Mal in dieser Saison die MVP-Medaille erhielt. Auf Cottbuser Seite bekam Zuspielerin Ann-Sophie Schiller die Silber-Auszeichnung. Schiller hatte vor allem im ersten und zweiten Satz mit guten Zuspielen das Cottbuser Angriffsspiel angetrieben.
Für den SV Energie Cottbus, der weiterhin den letzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga Nord belegt, war es eine Niederlage mit Licht und Schatten. Das Volleyball-Team zeigte in den Sätzen eins, zwei und vier, dass es auf diesem Niveau mithalten kann. Der Einbruch im dritten Durchgang und die Eigenfehler in den entscheidenden Phasen verhinderten jedoch ein besseres Ergebnis.
Stimmen zum Spiel von der Gegenseite
VCO-Trainer Gunnar Kraus bewertete die Leistung seines Teams nach dem Spiel zurückhaltend. „Am Ende zählen die drei Punkte heute, und dann ist es völlig egal wie. Wir haben sicher nicht so gut gespielt, wie wir wollten“, sagte Kraus. Gleichzeitig räumte er ein, dass sein Team in einigen Bereichen hinter den eigenen Ansprüchen geblieben sei.
Osnabrücks Jolina Tönsing ordnete die Partie ähnlich ein. „Wir haben natürlich nicht unsere Höchstleistung aufs Parkett gebracht. Aber nach unserem Totalausfall im zweiten Satz haben wir uns wieder gefangen“. Die selbstkritischen Töne der Gäste zeigen, dass Cottbus dem Tabellensiebten durchaus Probleme bereitet hat.
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