Morgen beginnen die neuen Tarifverhandlungen für rund 1.450 nichtärztliche Beschäftigte der Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH an den Standorten Brandenburg an der Havel, Teupitz und Lübben. Das teilte die Gewerkschaft ver.di heute mit. Im Fokus sollen dabei höhere Entgelte, kürzere Arbeitszeiten und bessere Zuschläge stehen. Ziel ist eine Angleichung der Arbeitsbedingungen an die Asklepios-Standorte in Hamburg. Zuletzt wurde im Frühjahr 2024 nach mehreren Warnstreiktagen eine Einigung erzielt.
Tarifverhandlungen bei Asklepios in Brandenburg starten morgen
Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di beginnen am 16. Januar 2026 die Tarifverhandlungen für die rund 1.450 nichtärztlichen Beschäftigten der Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH. Das Unternehmen betreibt psychiatrisch-neurologische Fachkliniken an den Standorten Brandenburg an der Havel, Teupitz und Lübben. In Brandenburg an der Havel gehört zudem der Maßregelvollzug zum Leistungsangebot. Ergänzt werden die Standorte durch weitere Tageskliniken.
Die ver.di-Tarifkommission fordert für die Zeit ab dem 1. Januar 2026 eine Entgelterhöhung von zehn Prozent, mindestens jedoch 350 Euro mehr im Monat. Darüber hinaus sollen nach Angaben der Gewerkschaft die Schicht- und Wechselschichtzulagen erhöht, zusätzlicher Urlaub für Wechselschichtarbeit eingeführt und die Wochenarbeitszeit von 39 auf 38,5 Stunden reduziert werden. Ebenfalls Teil der Forderungen sind eine höhere Jahressonderzahlung sowie ein zusätzlicher Urlaubstag.
Angleichung an Hamburger Arbeitsbedingungen angestrebt
Mit den Tarifforderungen strebt ver.di eine Angleichung der Arbeitsbedingungen in Brandenburg an die Bedingungen bei den Asklepios Kliniken in Hamburg an. Dort gilt für rund 9.000 nichtärztliche Beschäftigte der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Laut Gewerkschaft bestehen derzeit deutliche Unterschiede bei Entgelt, Arbeitszeit und Sonderzahlungen. Als Beispiel nennt ver.di eine Pflegefachkraft in der Psychiatrie mit 15 Jahren Berufserfahrung in Wechselschichtarbeit. Diese erhalte in Brandenburg monatlich rund 340 Euro weniger Entgelt als eine vergleichbare Pflegefachkraft bei Asklepios in Hamburg. Ab dem 1. Mai 2026 steige diese Differenz auf rund 466 Euro im Monat. Zudem arbeiteten die Beschäftigten in Hamburg wöchentlich eine halbe Stunde weniger und erhielten rund 20 Prozent mehr Jahressonderzahlung. Auf ein Jahr gerechnet liege die Entgeltdifferenz bei rund 6.165 Euro.
„Mit den Tarifverhandlungen will die Gewerkschaft ver.di bei den Asklepios Fachkliniken Brandenburg die gleiche Bezahlung und somit auch die gleiche Anerkennung und Wertschätzung durchsetzen, wie sie die Beschäftigten bei den Asklepios Kliniken in Hamburg erhalten“, erklärte Ralf Franke, ver.di-Verhandlungsführer, laut Pressemitteilung. Die letzten Tarifverhandlungen bei den Asklepios Fachkliniken Brandenburg fanden im ersten Quartal 2024 statt. Eine Tarifeinigung wurde damals in der vierten Verhandlungsrunde nach insgesamt fünf Warnstreiktagen am 2. April 2024 erzielt.
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Red. / Presseinformation







