Brandenburg schickt 21 Abgeordnete in den Deutschen Bundestag – und verzeichnet dabei die höchste Wahlbeteiligung seit Bestehen des Landes. Das neue Wahlrecht, das keine Überhang- und Ausgleichsmandate mehr vorsieht, hat für eine Verringerung der Brandenburger Mandate im 21. Bundestag gesorgt. Im Land verteilen sich die 21 Sitze voraussichtlich wie folgt: Die AfD stellt acht Abgeordnete (alle aus Direktmandaten), die SPD kommt auf vier Mandate (davon eines direkt durch Olaf Scholz), die CDU auf vier Listensitze, Die Linke auf drei und Bündnis 90/Die Grünen auf zwei Sitze. FDP und BSW ziehen gar nicht erst ins Parlament ein, da sie die Fünf-Prozent-Hürde verfehlten und auch keine drei Direktmandate holen konnten. Mit 81,5 Prozent erreichte Brandenburg zugleich eine neue Rekordwahlbeteiligung für Bundestagswahlen – knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 82,5 Prozent und deutlich höher als 2021 (75,6 Prozent). Der Anteil der Briefwählenden sank hingegen von 34,9 Prozent (2021) auf 29,2 Prozent.
Hohe Wahlbeteiligung, weniger Briefwähler
Mit 81,5 Prozent verzeichnet Brandenburg die höchste Beteiligung an einer Bundestagswahl seit Bestehen des Landes. Trotz dieses Zuwachses sank die Zahl der Briefwählenden gegenüber dem „Corona-Wahljahr“ 2021 von 34,9 auf 29,2 Prozent.
Keine Überhang- und Ausgleichsmandate mehr
Aufgrund des neuen Wahlrechts entfallen die früheren Überhang- und Ausgleichsmandate. Damit steht fest, dass das Land Brandenburg nur noch 21 statt 25 Abgeordnete in den Bundestag entsendet. Unter dem Vorbehalt des endgültigen amtlichen Ergebnisses sowie der Annahme aller Mandate werden sieben dieser 21 Sitze von Frauen besetzt. Eine davon ist Direktkandidatin der AfD, sechs weitere ziehen über Landeslisten ein (SPD: 2, CDU: 1, Grüne/B90: 1, Die Linke: 2).
Wer kommt ins Parlament?
Folgende Parteien haben den Einzug in den 21. Deutschen Bundestag geschafft: CDU/CSU, AfD, SPD, Grüne/B 90, Die Linke sowie SSW. FDP und BSW blieben unter der Fünf-Prozent-Hürde und verfehlten zudem die nötigen drei Direktmandate, um über die Grundmandatsklausel doch noch ins Parlament einzuziehen.
AfD
Die AfD sicherte sich in Brandenburg acht Direktmandate in den Wahlkreisen 56, 57, 59, 60, 62, 63, 64 und 65. Ein neuntes Erststimmenmehr im Wahlkreis 58 (Kandidat: Andreas Galau) reichte nicht für einen Sitz, da nicht genügend Zweitstimmen erzielt wurden und das neue Wahlrecht keine „unabgedeckten“ Direktmandate mehr zulässt.
SPD
Die SPD holte ein Direktmandat durch Olaf Scholz im Wahlkreis 61 (Region Potsdam-Mittelmark). Drei weitere Kandidierende – Maja Wallstein, Stefan Zierke und Sonja Eichwede – ziehen voraussichtlich über die Landesliste ein.
CDU
Der CDU gelang in Brandenburg kein Direktmandat. Über die Landesliste werden jedoch Uwe Feiler, Knut Abraham, Dr. Saskia Ludwig und Sebastian Steineke in den Bundestag einziehen.
Die Linke
Auch Die Linke gewann kein Direktmandat. Christian Görke, Isabelle Vandre und Christin Willnat sind über die Landesliste im neuen Bundestag vertreten.
Grüne/B 90
Für Bündnis 90/Die Grünen werden Annalena Baerbock und Michael Kellner über die Landesliste nach Berlin geschickt. Direktmandate gingen an die Grünen im Land Brandenburg nicht.
Wer geht leer aus?
Die FDP und das BSW bleiben außen vor. Beide Parteien verfehlten die Fünf-Prozent-Marke und konnten auch keine drei Direktmandate bundesweit erzielen, um von der Grundmandatsklausel zu profitieren.
Ältester und jüngster Abgeordneter
Der voraussichtlich älteste Brandenburger Mandatsträger ist Olaf Scholz (SPD, Jahrgang 1958), der jüngste ist Hannes Gnauck (AfD, Jahrgang 1991).
Nächste Schritte: Endgültiges Ergebnis Mitte März
Noch bis zum 28. Februar tagen die zehn Kreiswahlausschüsse in Brandenburg, am 7. März wird der Landeswahlausschuss das endgültige Ergebnis für das Land feststellen. Anschließend erhalten die zunächst als gewählt festgestellten Kandidatinnen und Kandidaten ihre offiziellen Benachrichtigungen. Die endgültige Bestätigung erfolgt dann durch den Bundeswahlausschuss am 14. März. Erst danach steht das Gesamtresultat für den 21. Deutschen Bundestag zweifelsfrei fest.
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Red. / Presseinformation






