Im Naturschutz-Tierpark Görlitz sind seit kurzem zwei Himmelblaue Zwergtaggeckos zu Hause. Die farbenfrohen Tiere sind akut vom Aussterben bedroht und deshalb zum Zootier des Jahres 2024 gewählt worden. Der natürliche Lebensraum der Geckos im tansanischen Kimboza-Wald ist winzig und durch menschliche Aktivitäten stark fragmentiert. „Ein großer Waldbrand könnte diese Art unwiederbringlich auslöschen“, warnt Tierpark Kuratorin Catrin Hammer.
Der Tierpark Görlitz teilte dazu mit:
Die auffällig gefärbten Himmelblauen Zwergtaggeckos sind akut vom Aussterben bedroht, bedingt durch illegalen Holzeinschlag, Marmorsteinbrüche und den illegalen Fang für den Heimtierhandel. Ihr natürlicher Lebensraum im Kimboza-Wald in Tansania erstreckt sich lediglich über eine Fläche von 8 km², in der sie in fragmentierten Populationen ausschließlich auf bestimmten Schraubenbäumen leben.
„Die Auswirkungen negativer Einflüsse in solch kleinen Lebensräumen sind enorm und bedrohen die Überlebensfähigkeit der Populationen erheblich. Ein großer Waldbrand könnte diese Art unwiederbringlich auslöschen“, erklärt Tierpark-Kuratorin Catrin Hammer besorgt.
Um auf die prekäre Situation dieser charismatischen Reptilien aufmerksam zu machen, wurde der Gecko zum Zootier des Jahres 2024 ernannt. Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec unterstützen im Rahmen der ZdJ Kampagne das Projekt für den Himmelblauen Zwergtaggecko in Tansania.
Die namensgebende türkisblaue Färbung charakterisiert lediglich das Männchen, während die Weibchen grün sind. Das Gecko-Pärchen, das nun im Tierpark lebt, stammt direkt aus dem Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Zwischen Tierpark und Museum besteht seit vielen Jahren eine enge, freundschaftliche Kooperation.
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Red. / Presseinformation




