Jänschwalde Freitag, 27 Juli 2018 von Redaktion

Unter Extrembedingungen. Munition im Tagebau Jänschwalde gesprengt

Gestern ertönte kurz vor 10 Uhr im Tagebau Jänschwalde das Warnsignal für eine bevorstehende Sprengung. Der KMBD hatte eine Sandgrube mit Munition vorbereitet, sie abgedeckt und vorbereitet. Punkt 10 war es soweit, mit einem lauten Knall und viel Staub wurde die Aufgabe erfolgreich abgeschlossen. Die extreme Trockenheit stellte die Kampfmittelräumer vor eine besondere Herausforderung, die Gefahr eines Waldbrandes war real, eine Drohne kam daher zur Umgebungsüberwachung zum Einsatz.

Ansich war der Einsatz ein Routineeinsatz, die zuständige Firma auf den Tagebauvorbereitungsflächen sammelt gefundene Munition ein und der KMBD sprengt sie. Die vielen Brände in den vergangenen Wochen sorgten für eine besondere Aufmerksamkeit und Vorsichtsnahmen. Neben der Werksfeuerwehr der LEAG wurde auch eine Drohne des Unternehmens TeaserFilm eingesetzt. Sie diente dazu, die Umgebung während der Sprengung zu beobachten und eventuelle Brandauslösungen durch herumfliegende Splitter nach der Sprengung zeitnah zu erkennen um die Feuerwehr zu informieren.

Insgesamt wurden 20 Panzersprenggranaten 8,8cm, 10 Gewehrsprenggranaten, 5 Handgranaten, 4 Panzerfäuste und eine Bombe gesprengt. Die Sprengung verlief ohne Zwischenfälle und es traten keinerlei weitere Probleme auf. Alle Sicherheitsmaßnahmen griffen, die Werksfeuerwehr kam nicht zum Einsatz. Wir sprachen mit Enrico Schnick vom Kampfmittelräumdienst.

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