Forst (Lausitz) Freitag, 13 März 2020 von Redaktion

Forster Hautarztpraxis geschlossen: Ärztin darf nicht zurück nach Deutschland

Forster Hautarztpraxis geschlossen: Ärztin darf nicht zurück nach Deutschland

Die aktuellen Entwicklungen aufgrund der Verbreitung des SARS-CoV-02-Virus haben Auswirkungen auf die MVZ-Hautarztpraxis in Forst.  Sie wird voraussichtlich die nächsten 30 Tage geschlossen bleiben müssen. Die Ärztin hatte gestern einen Termin in der tschechischen Republik, währenddessen hat Tschechien für 30 Tage den Notstand ausgerufen und aus Angst vor der Ausbreitung des Coronavirus seine Grenzübergänge geschlossen. D.H. die Ärztin kann momentan nicht nach Deutschland einreisen.

"Die Praxis ist daher zur Zeit nur telefonisch besetzt." teilte das Carl-Thiem Klinikum Cottbus mit. 

Einschränkungen von Großveranstaltungen

Aufgrund der steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Gesundheitsministerium für das Land Brandenburg am heutigen Donnerstag die Landkreise und kreisfreien Städte dazu angewiesen, Großveranstaltungen zu unterbinden und Einschränkungen für Rückkehrende aus Risikogebieten vorzunehmen. Außerdem gilt ab sofort für alle Reise-Rückkehrenden: Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen beginnend ab der Rückkehr Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Hochschulen, Heime, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen nicht betreten.

Hintergrund:

Nach wie vor gilt: Husten, Schnupfen oder Fieber können viele Ursachen haben. Der Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus ist dann begründet, wenn die betreffende Person an Erkrankungen der Atemwege bzw. unspezifischen Symptomen leidet und zuvor in einem Risikogebiet war oder Kontakt mit einer infizierten Person hatte. Ist das der Fall, sollte man sich telefonisch beim Hausarzt oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 melden.

Auch nach dem ersten Krankheitsfall sollte die Bevölkerung besonnen und achtsam reagieren. Wie schon mehrfach betont, ist die Einhaltung der Hygieneregeln besonders wichtig. Hier steht neben der Nies-Etikette die persönliche Händehygiene an erster Stelle. Außerdem sollte man auf Begrüßungsrituale mit Körperkontakt verzichten und Abstand zu Personen halten. Reisen in Risikogebiete sollten unterbleiben. Wer erkältet ist, sollte zum Husten oder Niesen ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge benutzen und sich ggf. krankmelden.

Bisherige Veröffentlichungen zum Coronavirus in Brandenburg

Cottbus untersagt Veranstaltungen über 100 Personen (13.03.2020)

In Lübben ist der erste Coronafall im Landkreis Dahme-Spreewald aufgetreten (12.03.2020)

Zahl der Infizierten in Cottbus steigt auf sieben. FCE Spiele im Stadion der Freundschaft abgesagt (12.03.2020)

Abgesagte Veranstaltungen in der Lausitz (12.03.2020)

Brandenburger Gesundheitsministerium untersagt Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmenden. Betreuungsverbot für Rückkehrer aus Riskogebieten (12.03.2020)

Coronavirus: Keine neuen Infektionen bei LEAG. Weitere Schutzmaßnahmen getroffen (12.03.2020)

Brandenburger Großveranstaltungen stehen vor Absage, ebenfalls ist ein Kita-Betretungsverbot für Rückkehrer aus Riskogebieten geplant (11.03.20)

BTU Cottbus-Senftenberg sagt alle Veranstaltungen ab (11.03.2020)

Coronavirus-Fall in Lübbenau. Klinik Niederlausitz mit Testaußenstelle (11.03.2020)

Cottbus meldet drei Coronovirus-Fälle (11.03.2020)

Die DEL hat die Eishockeysaison vorzeitig beendet. Die Lausitzer Füchse halten so die Klasse (10.03.2020)

In Elbe-Elster sind die ersten Coronavirusfälle in Sonnewalde und Elsterwerda aufgetreten (10.03.2020)

Der 22. Feuerwehrball in Forst wurde aus Angst vor einer Quarantäne der Einsatzkräfte abgesagt (10.03.2020)

Im Landkreis Spree-Neiße wurde ein zweiter Fall des Coronavirus festgestellt. Es handelt sich um eine enge Kontaktperson des ersten Falls in Forst. 23 Personen sind in Quarantäne. (10.03.2020)

Coronvirus-Fall in Neuzelle (Landkreis Oder-Spree) (10.03.2020)

Nachdem in Senftenberg eine Frau positiv auf das Coronavirus getestet wurde, liegen nun auch die Testergebnisse für 20 Kontaktpersonen vor. Sie befinden sich alle in häuslicher Quarantäne. (10.03.2020)

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus hat die Stadt Senftenberg mitgeteilt, einige Veranstaltungen bis Ende März zu verschieben oder gänzlich abzusagen. (10.03.2020)

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus richtet Coronavirus-Testzelt ein (09.03.2020).

Bestätigter Coronavirus-Fall am Klinikum Frankfurt/Oder (09.03.2020)

LEAG schließt Besucherzentren, Veranstaltungen abgesagt, Mitarbeiter betroffen (09.03.2020)

Update Coronavirusfall in Forst: Klinik richtet Abklärungsstelle ein, Landkreis stoppt Schuleingangsuntersuchungen (09.03.2020)

JobRegional-Messe in Cottbus abgesagt (09.03.2020)

Frau aus Senftenberg mit Coronavirus infiziert (09.03.2020)

Erste Coronafälle in OSL und SPN. Grenzkontrollen zu Polen (09.03.2020)

Landkreis OSL ruft zur Besonnenheit auf (07.03.2020)

Hamsterkäufe & Wucherpreise wegen Coronavirus: Ängsten & Überreaktionen begegnen am 07.03.2020

Corona-Status in Cottbus am 06.03.2020

Die Landesärztekammer fordert einen Schulterschluss im Kampf gegen das Virus

Am 06.03.2020 hat das Landesgesundheitsamt ein Bürgertelefon für Fragen eingerichtet.

In Brandenburg wurde am 03.03.2020 der erste Coronafall im Landkreis Oberhavel festgestellt.

Die Tests bei allen 104 Mitarbeitern des Tropical Islands, die mit einem Besucher aus Nordrhein-Westfalen Kontakt gehabt haben könnten, der mit dem Coronavirus infiziert ist, sind negativ ausgefallen.

Das Bildungs- und Jugendministerium hat am Montag (02.03.2020) alle Brandenburger Kita-Träger und Kitas, staatliche Schulämter und Schulen sowie Träger von Gemeinschaftseinrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe per Schreiben über die Verantwortlichkeiten in Sachen Coronavirus informiert.

Sonntag wurden zwei Patienten mit Verdacht auf das Coronavirus im Krankenhaus Lauchhammer getestet. Die Tests waren negativ

Am Wochenende (28.02.2020) berichteten Leser, dass teilweise lang haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Backmischungen aber auch Wasser und Toilettenpapier in Supermärkten und Einkaufszentren alle waren, da Kunden seit Donnerstag mit Hamsterkäufen reagierten.

Die Stadt Cottbus und das Carl-Thiem Klinikum haben sich auf das Auftreten des Virus vorbereitet, es gibt umfassende Hinweise zu präventiven Maßnahmen und Hotlines für Fragen. In Elbe-Elster befinden sich die Krankenhäuser mit dem Landkreis ebenfalls in Abstimmung. Auch die Barmer hat eine Corona-Infohotline geschaltet.

Die Unternehmen in Südbrandenburg spüren bereits Auswirkungen auf Produktions- und Lieferketten, wie die IHK Cottbus in einer Umfrage herausfand.

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