Bohsdorf Sonntag, 13 Mai 2012 von Helmut Fleischhauer

Woidke: „Für unser Gemeinwesen aktiv eintreten“ - Minister würdigt Einsatz in Feuerwehren und Hilfsorganisationen

Woidke: „Für unser Gemeinwesen aktiv eintreten“ - Minister würdigt Einsatz in Feuerwehren und Hilfsorganisationen

Innenminister Dietmar Woidke hat den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatz im Brand- und Katastrophenschutz gewürdigt. Bei einem Festgottesdienst zum „Tag der Retter“ in Felixsee-Bohsdorf sagte Woidtke heute, selbstverständlich für andere Menschen da zu sein und ohne Ansehen einer Person in der Not zu helfen, entspringe einem „urchristlichen Anliegen, nach dem Feuerwehr und Kirche gleichermaßen handeln“.
In der öffentlichen Debatte konzentriere sich das Thema Brand- und Katastrophenschutz zumeist auf technische Parameter wie die sachgerechte Ausrüstung der Feuerwehren. „Für den Dienst im Brand- und Katastrophenschutz bedarf es aber nicht nur der richtigen technischen Ausrüstung, sondern auch der ‚inneren Ausrüstung’ der Einsatzkräfte“, sagte der Minister.
„Feuerwehr und Kirche sind ihren Gemeinden verpflichtet. In beiden Gemeinschaften erleben wir als Bürgerinnen und Bürger, dass unsere Umgebung gefahrgeneigt sein kann. Aber wir teilen die Zuversicht, dass wir nicht wehr- und hilflos sind. Wir teilen die Überzeugung, dass es unsere Aufgabe ist, für unser Gemeinwesen aktiv einzutreten.“
Der „Tag der Retter“ in Bohsdorf mit Gottesdienst und anschließender Schau der Einsatzkräfte wurde zum zweiten Mal durchgeführt. Initiatoren der Veranstaltung sind die örtlichen evangelischen Kirchengemeinden und der Kreisfeuerwehrverband Spree-Neiße. In den elf Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Spree-Neiße mit ihren 136 Feuerwehreinheiten taten Ende vergangenen Jahre 3.236 Feuerwehrleute Dienst, darunter 450 Frauen. Sie mussten im vergangenen Jahr unter anderem zu 266 Bränden und 462 technischen Hilfeleistungen ausrücken. Dabei konnten die Feuerwehrleute 327 Menschen retten. Für 15 Menschen kam aber auch die Hilfe der Feuerwehr zu spät. Sie konnten nur noch tot geborgen werden.
Quelle: Ministerium des Innern

Das könnte Sie auch interessieren