Dissen-Striesow Montag, 23 März 2020 von Redaktion/ Presseinfo

Heimatmuseum Dissen eröffnete neugestaltete Dauerausstellung

Heimatmuseum Dissen eröffnete neugestaltete Dauerausstellung

Jedes Stück, jede Winzigkeit wurde in die Hand genommen, gesäubert und geprüft, ob es noch ins Konzept passt. Nun ist alles fertig für die Einweihung der umgestalteten Dauerausstellung im Heimatmuseum Dissen. Am Sonntag, dem 8. März um 15 Uhr, wurde zur Eröffnung mit Musik, Kaffee und Kuchen eingeladen.

Weiter teilte das Amt Burg (Spreewald) dazu mit:

Das Heimatmuseum Dissen gewährt seit über 35 Jahren Einblicke in die Lebensweise der sorbischen/wendischen Bauern in der Niederlausitzer Region zwischen Cottbus und Burg (Spreewald), bewahrt die Trachtenvielfalt und erzählt über Brauchtum, Sprache und Sagenwelt. Nach so vielen Jahren erfolgreicher Arbeit war es an der Zeit, die Dauerausstellung einmal komplett neu zu gestalten. Dabei wird an der bewährten Grundstruktur festgehalten, doch für den Gast ergeben sich völlig neue Einblicke und Perspektiven. Ins Auge fallen die türkisfarbenen, an das „Wendisch Blau“ erinnernden Vitrinen und Schaukästen, die vom Wendischen Museum Cottbus übernommen werden konnten. Im Heimatmuseum Dissen kommen sie zu neuen Ehren. In ihnen finden Figurinen Platz, wird das Brauchtum dargestellt oder der Blaudruck. Die vielen Schubladen bieten Platz für zahlreiche zusätzliche Ausstellungsstücke. „Wer neugierig ist, kann hier viel Interessantes entdecken“, ermuntert Babette Zenker zum Öffnen der Schübe.

Bei laufenden Museumsbetrieb haben im November die Arbeiten begonnen. Die Besucherinnen und Besucher hätten nicht nur großes Verständnis gezeigt, berichtet Museumschefin Babette Zenker, sondern hätten vielmehr honoriert, dass das Museum trotzdem geöffnet hatte und sie selbst erleben konnten, was hinter den Kulissen läuft. Natürlich hatte der Umbau bei laufenden Betrieb die Handwerker vor besondere Herausforderungen gestellt, die dadurch für ihre Arbeiten oftmals nur ein sehr enges Zeitfenster hatten. Auch für die Museumsmannschaft bedeutete der Umbau viel Arbeit. Jedes Teil wurde angefasst, geprüft und gesäubert. Jedes Trachtenteil wurde den Figurinen ausgezogen, gewaschen, gebügelt, repariert, Tücher und Hauben wurden neu gesteckt und angezogen. Nicht alles hat wieder seinen Platz in der Ausstellung gefunden. Jeder musste sich von Exponaten verabschieden, die er besonders mochte. „Das war ein schmerzlicher Prozess“, beschreibt Babette Zenker. So ist auch der Webstuhl nicht mehr in der Ausstellung zu finden. Sein Abbau wurde jedoch genau dokumentiert und fotografiert.

Neu ist eine Kinderspielecke mit zwei lustigen, plüschigen Widdern und mit Schaukelpferd, die schon zum Adventsfest großen Anklang fand.

Gefördert wurde der Umbau der Dauerausstellung zu 85 Prozent vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Die Eigenmittel hat der Museums-Förderverein aufgebracht.

Red./Presseinfo

Foto: „Wer neugierig ist, kann hier viel Interessantes entdecken“, ermuntert Museumsleiterin Babette Zenker zum Öffnen der Schübe. | ©K. Möbes

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