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Spree-Neiße Freitag, 26 Februar 2021 von Redaktion / Presseinfo

Schweinepest: Spree-Neiße-Landrat ruft Polen zur Zusammenarbeit auf

Schweinepest: Spree-Neiße-Landrat ruft Polen zur Zusammenarbeit auf

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest ruft Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger das Nachbarland Polen zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit auf. Dort sowie in den umliegenden Landkreisen des Landes Brandenburg breitet sich die Pest derzeit massiv aus. Altekrüger fordert die polnische Regierung zur Mithilfe bei der Eindämmung auf und schließt sich damit dem Brandbrief des Görlitzer Landrats an die Bundesregierung an. 

Der Landkreis Spree-Neiße teilte dazu mit:

Die Zahl der mit dem Erreger der Afrikanischen Schweinepest infizierten Wildschweine ist im Kerngebiet des Landkreises Spree-Neiße auf 50 gestiegen; außerhalb der Schutzzonen sind jedoch keine neuen Funde festgestellt worden. Derweil breitet sich die Seuche in den umliegenden Landkreisen und vor allem im Nachbarland Polen weiterhin aus. Landrat Harald Altekrüger fordert die polnische Regierung zur Mithilfe bei der Eindämmung auf und schließt sich damit dem Brandbrief des Görlitzer Landrats Bernd Lange an die Bundesregierung an:

Betroffene Landkreise sollen Pufferzonen einrichten 

„Wir wissen, dass sich die Afrikanische Schweinepest in Polen massiv ausbreitet – jedoch nicht wo und wie stark. Der Austausch verläuft leider nicht so regelmäßig und transparent wie es in der Situation erforderlich wäre. Berichte lassen darauf schließen, dass in Westpolen derzeit keine Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche umgesetzt werden. Wir fordern die betroffenen Landkreise dazu auf, sich zu beteiligen und ebenfalls Pufferzonen einzurichten. Notwendig sind verbindliche und klare Auflagen für den Grenzraum und eine enge übergreifende Zusammenarbeit. Viren halten sich nicht an Landesgrenzen – alle betroffenen Gebiete müssen sich zwingend abstimmen, um ein Bollwerk gegen die Seuche errichten zu können.“

Aufruf: Tore der Schutzzäune im Bereich Rosengarten/Bademeusel schließen

Problematisch ist zudem, dass Passantinnen und Passanten die Tore der Schutzzäune im Bereich Rosengarten/Bademeusel weiterhin nicht ordnungsgemäß schließen.´Landrat Harald Altekrüger: „Ich appelliere an die Vernunft und Mitmenschlichkeit der Bürgerinnen und Bürger: Bitte schließen Sie die Tore hinter sich, wenn sie die gefährdeten Zonen betreten oder verlassen. Von einem kleinen Moment der Unachtsamkeit hängt die wirtschaftliche Existenz tausender Landwirtinnen und Landwirte ab.“
 
Die Fallwildsuche im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa wird im Ortsteil Sembten der Gemeinde Schenkendöbern weiter fortgesetzt – dem Ort, in dem der Indexfall im September 2020 aufgetreten war. Ebenfalls geplant ist eine Suchaktion im Naturschutzgebiet Zschornoer Wald/Pusack. Nach dem Bau des Zauns sind Kadaversuchen und abgestimmte Bejagungen weitere Mittel, um die Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.

Red. / Presseinfo 

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