Landkreis
Spree-Neiße Dienstag, 06 Oktober 2015 von Redaktion

SPREE-NEISSE-TOUR - Oktober 2015

SPREE-NEISSE-TOUR - Oktober 2015

Geologietour – auf den Spuren der Eiszeit  - (Streckenlänge: ca. 23 km)

Ein guter Ausgangspunkt für diese Rundtour ist der Aussichtsturm am Felixsee. Von dort oben kann man sich einen ersten Überblick verschaffen. Nachdem der Felixsee zur Hälfte umfahren wurde, biegt man nun nach rechts Richtung Reuthen ab. Tafeln entlang des Radweges erklären, was der Bohsdorfer Diapir ist und geben Informationen zu Findlingen sowie Windkantern. So ist der Finkenstein der
größte  Findling im deutschen Teil des Muskauer Faltenbogens. Weiter geht es  zum Gutspark Reuthen. Im Jahr 1873 erwarb der erfolgreiche Berliner Verleger Herrmann von Killisch-Horn das Schloss und das ehemalige Rittergut und schuf einen Landschaftspark. Beeindruckend sind die großräumigen Parkwiesen mit Baumgruppen aus Eichen, Buchen und Kastanien, sowie Sumpfzypressen
und Freilandazaleen. Der Apostelstein sowie die Ruine des Mausoleums liegen versteckt im Park. 

Von hier aus lohnt sich ein Abstecher zum Naturschutzgebiet Reuthener Moor. Es ist ein Zwischenmoor, das sich in einem Gieser bildete. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auch hier kurzzeitig Torf abgebaut. Seit 1992 steht es aufgrund seiner vielfältigen Flora und Fauna unter Naturschutz. Im Zentrum Reuthens befindet sich die Ruine einer alten Kirche. Unweit von Reuthen bei
Horlitza treffen wir auf die „Vier bunten Seen“. Diese sind schmale aber langegezogene  Bergbaurestgewässer, wobei jeder See in einer anderen Farbe schimmert von türkis bis rostrot. Am besten wird dies auf Luftbildaufnahmen sichtbar. 

Folgen wir weiter dem Radweg, gelangen wir nun nach Lieskau, einem Heidedorf abseits der B 156. Sehenswert ist das „Lieskauer Schloss“ – heute ein Wohnhaus. Bei Groß Düben lädt der Waldsee zum Verweilen ein. In Wolfshain – hier treffen Glas- und Geologietour aufeinander- begann 1843 der Braunkohlebergbau. Die zahlreichen Restgewässer der Grube „Julius“ entlang der Geologietour in
Richtung Friedrichshain zeugen noch heute davon. Langsam nähern wir uns dem Ende des Rundweges. Wir kommen zur Eulenschlucht. Lange Zeit nahm man an, dass die Eulenschlucht mit 5 km der längste Gieser sei. Hoch auflösende digitale Geländemodelle bewiesen, dass ein namenloser Gieser in unmittelbarer Nähe 8,2 km lang ist. Die Bezeichnung Gieser geht auf das wendische  Wort „jezero“ zurück und bedeutet Sumpf. Dabei handelt es sich um lange, abflusslose und feuchte Täler. Der Bewuchs unterscheidet sich mit Birken, verschiedenen Gräsern und Farnen deutlich von der übrigen Vegetation.  Der Kohlen schurf am Felixsee ermöglicht einen Blick in das Innere eines Giesers auf. Einige hundert Meter hinter dem Kohleaufschluss schließt sich der Kreis und wir kehren zum Felixturm als markantesten Punkt der Region zurück. 

 

Sehenswertes an der Strecke:
Felixturm, Felixsee, Finkenstein, Gutspark Reuthen,Feldsteinruine in Reuthen, Schloss Lieskau (Wohnhaus),Waldsee, Eulenschlucht, Kohleschurf beim FelixseeReuthener Moor, Vier bunte Seen bei Horlitza Die Geologietour führt durch eine wald- und wasserreiche Landschaft. Sie erklärt den Zusammenhang heutiger Landschaftsformen, Bodenbildungen und Rohstoffvorkommen mit den geologischen Prozessen und Formationen im Untergrund.


Zusatzangebot
!!!Geführte Touram 16. Oktober 2015, Start: 10:00 UhrTreffpunkt: Parkplatz Felixsee / FelixturmTeilnehmerbetrag: 4,00 EUR p.P.  für die geführte Tour wird um Voranmeldung gebeten bis zum 14.10.2015 unter:Tel.: 035600 – 368714E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

Preisfrage Oktober: Wie viel wiegt der Finkenstein? 

Bitte senden Sie die richtige Antwort bis 02.11.2015 an den
Geopark Muskauer Faltenbogen
Geschäftsstelle
Muskauer Straße 14,
03159 Döbern 

Tel.: 035 600 - 3687 12
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Viel Glück !!! Der Gewinner erhält ein Plüschmammut „Susi Stoßzahn“. 

 

 

Foto:    Wiki CC 3.0 Stefan Fussan
Quelle: Pressestelle Landkreis Spree-Neiße



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