Landkreis Inzidenz
Lauchhammer Mittwoch, 21 April 2021 von Redaktion / Presseinfo

Polizei warnt erneut vor SMS-Betrug

Polizei warnt erneut vor SMS-Betrug

Die Polizei warnt erneut vor SMS-Betrugsversuchen. In Lauchhammer wurde ein Mann zum zweiten Mal per SMS aufgefordert, eine angeblich in Anspruch genommene erotische Telefondienstleistung zu bezahlen. Bereits im vergangenen Jahr hatte er die gleiche SMS erhalten und den geforderten Betrag überwiesen, obwohl er keine der Dienstleistungen genutzt hatte. Nachdem er erneut eine Nachricht mit einer weiteren Rechnung erhielt, erstattete er Anzeige. 

Die Polizei teilte weiter dazu mit: 

Lauchhammer: Wiederholt versendeten Betrüger Nachrichten per SMS, in denen die Empfänger aufgefordert werden, einen Rechnungsbetrag für eine angeblich in Anspruch genommene erotische Telefondienstleistung zu begleichen. Ein Mann aus Lauchhammer hatte bereits Mitte 2020 eine solche SMS erhalten und den geforderten Betrag überwiesen, obwohl er die Dienstleistung nicht in Anspruch genommen hat. Nun erhielt der gleiche Mann wiederum per SMS eine weitere Rechnung über 285 Euro und erstattete Anzeige.

Die Polizei warnt vor diesen und ähnlichen Versuchen mit betrügerischen Benachrichtigungen durch fiktive Firmen. Die Täter versenden per Post oder per SMS vermeintliche Mahnschreiben an zumeist ältere Bürger. Die Daten der potenziellen Opfer werden zuvor legal oder illegal angekauft. Die in den Schriftsätzen benannten Firmen sind nicht existent. Die Opfer werden aufgefordert, eine festgelegte Geldsumme auf Konten im Ausland zu überweisen. Lassen Sie sich nicht durch Geldforderungen beeindrucken oder verwirren. Prüfen Sie genau, wie plausibel erhaltene Rechnung sind und ob sie die Dienstleistung tatsächlich in Anspruch genommen haben.

Hinweise zu aktuelle Betrugsphänomen und Tipps, wie sie sich schützen können, finden sich auch auf der Internetseite der Polizei des Landes Brandenburg unter https://polizei.brandenburg.de/seite/aktuelle-betrugsphaenomene-im-land-brand/641821.

Mögliche Tatvarianten:

  • in Aussichtstellen eines baldigen Wohnungseinbruchs oder sonstiger Straftaten durch ausländische Einbrecherbanden, da bei angeblichen Festnahmen der Einbrecher die persönlichen Daten (Name, Anschrift) der Opfer aufgefunden wurden
  • die Opfer werden nach Bargeld, Schmuck, aktuellen Kontobewegungen oder sonstigen Wertgegenständen befragt
  • da das Geld bzw. sonstige Wertgegenstände bei der „Polizei“ am sichersten sei, wird entweder eine Geldübergabe am Wohnort der Opfer vereinbart oder der entsprechende Geldbetrag soll auf ein von den Tätern vorgegebenes Konto mittels Western Union überwiesen werden
  • in den meisten Fällen wird den Opfern über ihr Telefondisplay eine scheinbar polizeiliche Rufnummer (bspw. 03301-110) angezeigt, welche die Täter durch Call ID Spoofing erzeugen. Mittels Call ID Spoofing wird die tatsächliche Rufnummer des Anrufenden verschleiert. Die tatsächliche Rufnummer wird unterdrückt und stattdessen eine Voice over IP Rufnummer angezeigt, welche im Nachgang nicht ermittelt werden kann.

Anrufe falscher Staatsanwälte/Gerichtsvollzieher/Vortäuschen verschiedener Legenden

Die Täter geben sich telefonisch als Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft, Amtsgerichte, Oberste Landesbank oder als Gerichtsvollzieher etc. gegenüber den potenziellen Opfern aus. Unter Angabe verschiedenster Legenden wie beispielsweise:

  • Die Opfer stehen in Fahndung wegen angeblicher offener Schulden. Um eine Kontopfändung zu vermeiden, soll ein festgelegter Geldbetrag gezahlt werden
  • Vorliegen eines strafrechtliches Verfahrens und Angebot seitens der Täter bezüglich einer außergerichtlichen Einigung in Form einer angestrebten Geldüberweisung
  • Die Opfer werden in den meisten Fällen dazu aufgefordert, einen festgelegten Geldbetrag auf ein Konto in die Türkei zu überweisen.

Falsche Gewinnmitteilungen mittels Telefon

Die Täter geben sich gegenüber den Opfern als Mitarbeiter verschiedenster Institutionen aus und täuschen die potenziellen Opfer über die Auszahlung vermeintlich hoher Gewinnsummen. Die Geschädigten sollen vor Übergabe des Gewinns entweder:

  • einen festgelegten Geldbetrag bzw. eine Gebühr auf vorgegebene Konten (meist in die Türkei) mittels Western Union überweisen
  • Übergabe des angeblichen Gewinns am Wohnort der Opfer und vorherige Übergabe einer Provision, Notarkosten oder sonstiger Gebühren an die Täter
  • die Opfer werden aufgefordert, Wertkarten oder sonstige Gutscheine in Supermärkten zu kaufen, um Unkosten für Notar und Geldtransportfirmen zu begleichen. Die Codes der Wert- bzw. Gutscheinkarten werden dann bei weiteren Telefonaten an die Täter übermittelt und zeitnah durch die Täter eingelöst.

Betrügerische Mahnschreiben durch fiktive Firmen

Die Täter versenden per Post vermeintliche Mahnschreiben an zumeist ältere Bürger. Die Daten (Name Anschrift, Geburtsdatum) der potenziellen Opfer werden zuvor legal oder illegal angekauft. Die in den Mahnschreiben benannten Firmen sind nicht existent. Die Opfer werden aufgefordert, eine festgelegte Geldsumme auf Konten im Ausland (Bulgarien, Spanien, Rumänien, etc.) zu überweisen.

Enkeltrick

Als Enkeltrick werden alle Betrugsstraftaten bezeichnet, bei denen die überwiegend älteren Opfer zunächst telefonisch kontaktiert werden und der Anrufer durch geschickte Gesprächsführung suggeriert, dass er ein Verwandter/Bekannter des Opfers sei. Nach erfolgreicher Suggestion wird dem Opfer vom Anrufer eine finanzielle Notlage vorgetäuscht, um es zu einer kurzfristigen (möglichst gesamten) Barvermögungsverfügung an einen Dritten, den „Abholer“ zu bewegen. In Einzelfällen wird sogar eine Kreditaufnahme vorgeschlagen oder es wird nach Wertgegenständen gefragt. Die Täter sind sehr gut organisiert und gehen innerhalb einer festen Struktur arbeitsteilig vor.

Betrug durch falsche Dachdecker/Wucher durch überteuerte Dachdeckerarbeiten

Die zumeist ausländischen Täter bieten den späteren Opfern vermeintlich professionelle Dachreinigungen oder Dachreparaturen an. Hierzu wird mit dem Opfer ein Preis in Höhe von mehreren Hundert Euro vereinbart. Nach Abschluss der vermeintlich ordnungsgemäß ausgeführten Dacharbeiten fordern die Täter für 1-3 Stunden Arbeitszeit einen Arbeitslohn von nunmehr mehreren Tausend Euro. Die Dacharbeiten sind zumeist unsachgemäß, teilweise mit billigsten Materialien ausgeführt oder die Täter lassen beschädigte Dächer zurück. Die Täter treten meist in einer Gruppe von mindestens 3-4 Personen auf und nötigen die Opfer unter Androhung eines empfindlichen Übels zur Geldübergabe.

Betrügerische Anrufe und Erlangen von Paysafekarten, Gutscheinkarten etc.

Die Täter melden sich telefonisch in Supermärkten, Drogerien, Lottoannahmestellen oder Tankstellen und geben sich als Mitarbeiter von verschiedensten Firmen aus. Unter Vorhalt von Legenden, Bsp. Systemprüfung etc. werden die Mitarbeiter der geschädigten Firmen dazu gebracht, die Codes von verschiedenen Gutscheinkarten, wie z. B. Paysafe, iTunes, Telefonkarten, Ukash-Codes an die Täter telefonisch zu übermitteln. Die Täter verschleiern ihre Anrufnummern mittels Call ID Spoofing.

Wucher durch betrügerische Schlüsseldienstfirmen

Die betrügerischen Schlüsseldienstfirmen bieten über das Internet ihre Dienstleistungen an, welche anschließend teilweise ordnungsgemäß bis mangelhaft zu weit überhöhten Preisen (Wucher) ausgeführt werden. Oftmals werden die Geschädigten zur Bezahlung der Rechnung in bar oder per EC-Karte vor Ort genötigt. Die Täter bieten ihre Dienstleistungen meistens über Suchanfragen Bsp. Google, etc. über das Internet an. Die Mitarbeiter der Schlüsseldienstfirmen vereinbaren vor Ort mit dem Opfer einen Festpreis für die Öffnung der Haustür von ca. Zweihundert Euro. Im Nachhinein verlangen die Täter dann mehrere Hundert Euro mehr von den Geschädigten.

Betrug durch Romance Scamming oder Love Scam

Die Betrüger nutzen Internetplattformen (Bsp. single.de, E-Darling, friendscout.de, Elite Partner, Facebook, Dating Cafe.de, etc.), um Kontakt zu ihren vermeintlichen Opfern herzustellen. Hierbei denken sich die sowohl männlichen und weiblichen in Erscheinung tretenden Täter die unterschiedlichsten Legenden zur Kontaktaufnahme mit ihrem Opfer aus. Die Täter täuschen gegenüber dem Opfer in der Regel eine Liebesbeziehung oder aber auch eine intensive Freundschaft vor und überreden ihre Opfer mit immer neuen kreativen Legenden/Ideen zu Überweisungen mittels Western Union, Money Gram etc. ins Ausland (Ghana, Kenia, Indonesien, Malaysia).

Betrug durch falsche Spendensammler

Die Täter geben sich gegenüber den Opfern als Vertreter/Mitarbeiter einer gemeinnützigen Einrichtung aus und geben mittels fiktiver Spendenlisten vor, Spendengelder für einen wohltätigen Zweck zu sammeln. Oftmals werden durch die Spendensammelbetrüger auch gleichzeitig Diebstähle begangen.

Wechselfallenbetrug

Die Täter erscheinen an unterschiedlichen Örtlichkeiten (Tankstelle, Supermarkt, auf offener Straße, etc.) und geben den potenziellen Opfern gegenüber vor, Geldscheine wechseln zu wollen. Beim Wechselvorgang wird das Opfer derart manipuliert bzw. abgelenkt, dass die Opfer immer mehr Geld rausgeben, als der Täter vorher gegeben hat.

CEO-Fraud

Beim CEO-Fraud handelt es sich um ein Betrugsphänomen, dass auch unter dem Namen „Fake-President-Fraud/-Trick) oder „Chef-Masche“ bekannt ist. Der Täter gibt sich als Chef/Geschäftsführer eines Unternehmens, als Vorstandsmitglied, Anwalt oder als Beschäftigter einer Behörde aus. So getarnt, bittet er einen überweisungsberechtigten Mitarbeiter des Unternehmens (Buchhaltung, Finanzabteilung) per E-Mail oder Telefon, eine größere 5-8 stellige Summe, typischerweise für eine Unternehmensübernahme, ins Ausland zu überweisen.

Warenbetrug im Internet

Die Täter versprechen durch gezielte betrügerische Angebote oder mittels sogenannter Fakeshops im Internet eine Ware zu liefern, welches im Nachhinein nach Bezahlung der Ware nicht geschieht.

 

Weitere Polizeimeldungen aus Oberspreewald-Lausitz: 

Senftenberg: Mittwochmorgen übersah der Fahrer eines PKW MITSUBISHI gegen 06:15 Uhr an der Kreuzung Klettwitzer Straße/Ecke Rudolf-Harbig-Straße beim Abbiegen eine Fußgängerin. Die 55-jährige Frau klagte nach dem Zusammenstoß mit dem Fahrzeug über Schmerzen und wurde durch Rettungskräfte zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Das Auto blieb unbeschädigt.

Senftenberg: Bei einem Auffahrunfall stießen am frühen Dienstagnachmittag auf der Landstraße zwischen Freienhufen und Senftenberg ein PKW VW und ein MITSUBISHI zusammen. Verletzt wurde dabei niemand. Allerdings entstanden Schäden von rund 3.000 Euro und für den VW musste ein Abschleppdienst gerufen werden. Gegen 16.15 Uhr ereignete sich ein weiterer Auffahrunfall auf der Briesker Straße. Hier war ein PKW FORD gegen einen NISSAN gefahren. Auch in diesem Fall summierten sich die Schäden auf geschätzte 3.000 Euro. 

Lauchhammer: Der Fahrer eines PKW VW war Dienstag unter dem Einfluss von Drogen in Lauchhammer unterwegs. Polizeibeamte hatten den Wagen für eine Verkehrskontrolle gegen 12:15 Uhr Am Werk gestoppt. Ein Drogentest bei dem 44-Jährigen zeigte eine positive Reaktion auf Amphetamine an. Zur Sicherung von Beweisen wurde daher eine Blutprobe veranlasst und dem Mann die Weiterfahrt untersagt. Weiterhin fanden die Polizisten im Innenraum des Autos Kennzeichen, die seit Mitte März nach einem Diebstahl als gestohlen in Fahndung standen. Die weiteren Ermittlungen dazu führt die Kriminalpolizei.

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Bild: pixabay 

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