Landkreis Inzidenz
Oberspreewald-Lausitz Freitag, 12 März 2021 von Redaktion / Presseinfo

OSL: Schnelltests. Museen öffnen wieder. Fahrscheinverkauf in Bussen möglich

OSL: Schnelltests. Museen öffnen wieder. Fahrscheinverkauf in Bussen möglich

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat noch immer mit derzeit 160,9 den höchsten Inzidenzwert im Land Brandenburg und weitet ebenfalls die Teststrategie aus. In der Anfangsphase bietet das Klinikum Niederlausitz am Standort in Senftenberg entsprechende Tests an. Zeitnah sollen zudem weitere Anlaufstellen, unter anderem in Apotheken folgen. Zudem können Museen Ende März wieder ihre Türen für Besucher öffnen und auch der Fahrscheinverkauf in den Bussen des Regionalbusverkehrs ist ab Montag wieder möglich.  

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz teilte dazu mit: 

Der Wert der Neuinfektionen im Landkreis OSL steigt weiterhin. Seit Mitte Februar liegt die Zahl der in den letzten sieben Tagen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz neu gemeldeten Corona-Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner wieder über 100. Aktuell beträgt die 7-Tage-Inzidenz 160,9. Damit verzeichnet der OSL-Kreis die höchste 7-Tage-Inzidenz im Land Brandenburg, gefolgt vom Nachbarlandkreis Elbe-Elster mit 135,5. Der Gesamtwert für Brandenburg liegt bei 70.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden im Landkreis OSL 45 Neuinfektionen gemeldet, sodass die Zahl der nachgewiesenen laborbestätigten Fälle seit März 2020 in Summe auf 5.693 steigt. Aktuell sind 312 Personen infiziert. Die Zahl der Todesfälle ist auf 241 angestiegen. In amtlicher häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 757 Frauen, Männer und Kinder. Im Klinikum werden 19 Covid-19-Patienten behandelt.

Statistische Angaben rund um das neuartige Coronavirus im Landkreis OSL veröffentlicht die Kreisverwaltung täglich unter www.osl-online.de.

Hier sind auch die Corona-Regelungen aus der aktuell geltenden SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg zu finden, die im Landkreis OSL ausschließlich gilt.

Diese sieht für Landkreise und kreisfreie Städte, welche eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschreiten, die Möglichkeit zum Erlass verschärfender Regeln vor. Ab einer Inzidenz von 200 treten diese automatisch in Kraft. Landrat Siegurd Heinze: „Wir beabsichtigen nach all den Wochen des scharfen Lockdowns in OSL und nunmehr wenigen Tagen erster Lockerungen aktuell noch nicht, eine Allgemeinverfügung mit schärferen Coronaregeln zu erlassen. Die Entwicklung beobachten wir jedoch aufmerksam und mit Sorge. Die Zahlen steigen wieder. Wir verzeichnen heute eine 7-Tage-Inzidenz von 160,9. Ab einer Inzidenz von 200 treten die schärferen Regelungen in OSL unweigerlich in Kraft.“

Schnelltests im Landkreis OSL

Rückwirkend zum 8. März 2021 trat die veränderte Coronavirus-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit in Kraft. Asymptomatische Personen haben im Rahmen der neu aufgenommenen sogenannten „Bürgertestungen“ mindestens einmal wöchentlich Anspruch auf die Durchführung eines PoC-Antigen-Schnelltests.

Die Landkreise und kreisfreien Städte sind mit der Umsetzung beauftragt. Diese können hierfür Dritte vertraglich binden. Als Leistungserbringer können Ärzte, Zahnärzte, ärztlich oder zahnärztlich geführte Einrichtungen, medizinische Labore, Apotheken, Rettungs- und Hilfsorganisationen und weitere Anbieter, die eine ordnungsgemäße Durchführung garantieren, beauftragt werden.

In der Anfangsphase bietet im Landkreis OSL das Klinikum Niederlausitz am Standort in Senftenberg, Calauer Straße 3, entsprechende Tests an. Diese werden in einem eigens installierten Testzelt auf dem Außengelände durchgeführt und sind beginnend ab dem 16. März möglich. Den Anspruchsnachweis bildet die Vorlage eines Personalausweises (Darlegung Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland). Weitergehende Informationen veröffentlicht das Klinikum am Montag auf seiner Internetseite.

Zeitnah folgen zudem weitere Anlaufstellen im Landkreis, unter anderem in Apotheken. Hierzu werden derzeit Vereinbarungen geschlossen. Informationen werden ab der kommenden Woche auf der Corona-Seite der Kreisverwaltung unter www.osl-online.de veröffentlicht.

Wird im Rahmen eines SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltests ein positives Ergebnis ermittelt, ist dieses in der Folge mittels eines labordiagnostischen PCR-Tests zu bestätigen. Idealerweise durch einen direkt angeschlossenen Test vor Ort.

Unabhängig von den kostenfreien Schnelltests gilt bei symptomatischen Personen weiterhin: Besteht der konkrete Verdacht auf Infektion, so bleibt der erste Ansprechpartner für eine zwingend zu erfolgende PCR-Testung der Hausarzt (telefonische Anmeldung!). Nach Anmeldung sind PCR-Tests zudem in den Praxen des Gesundheitszentrums Niederlausitz in Lauchhammer Mitte, Lauchhammer Ost und, Ortrand und Welzow (Spree-Neiße) möglich.

Außerhalb der Sprechzeiten des Arztes und bei Fragen zum Thema Testung und Impfung steht die Servicerufnummer der Kassenärztlichen Vereinigung, 116 117, bereit.

Kontaktpersonen zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall wenden sich für weitere Informationen an das Gesundheitsamt des Landkreises.

Landrat Siegurd Heinze zu den kostenfreien Bürgertests: „Herr Spahn hat in der vergangenen Woche ein sehr ambitioniertes Ziel benannt und hierfür kurzfristig den öffentlichen Gesundheitsdienst in die Pflicht genommen. Die Bürgerinnen und Bürger haben nunmehr eine berechtigte Erwartungshaltung. Wir konnten in Reaktion auf die neue Verordnung in Absprache mit dem Klinikum Niederlausitz mit der Calauer Str. 3 in Senftenberg kurzfristig ab der kommenden Woche eine Lösung schaffen. Weitere Angebote im Landkreis werden zeitnah folgen. Mit dem Vorliegen der Verordnung haben Leistungserbringer Sicherheit u.a. über die Ausfinanzierung. Wir können nunmehr entsprechende Vereinbarungen, beispielsweise mit Apotheken oder Hilfsorganisationen, abschließen. Interesse ist vorhanden. Fest steht: Die Landkreise und kreisfreien Städte wurden mit der kurzfristigen Zusage von Herrn Spahn überrumpelt. In Landkreisen müssen diese Schnelltest-Angebote möglichst in der Fläche installiert werden, damit diese für die Menschen vor Ort praktikabel und attraktiv sind. Dies gelingt nur mit der Unterstützung von verschiedenen Leistungserbringern.“

Landrat Siegurd Heinze fordert inzidenzbasierte Impfstoffverteilung

Landrat Siegurd Heinze spricht sich für eine inzidenzbasierte Verteilung der Corona-Impfstoffe im Land Brandenburg aus. Seine Forderung hatte er zuletzt bereits gegenüber der Landesregierung vertreten.

Heinze: „Dort, wo vermehrt und dauerhaft ein hohes Infektionsgeschehen zu verzeichnen ist, müssen auch höhere Kapazitäten an Vakzinen zur Verfügung gestellt werden.

Auf Landesebene sollte zudem dringend darüber nachgedacht werden, ob in Regionen, in denen sich das Virus besonders schnell ausbreitet, von der Impfreihenfolge nah Priorisierung abgewichen werden kann. Dies würde impfwilligen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zur Schutzimpfung erleichtern und zur Entlastung der Situation beitragen. Die am Donnerstag veröffentlichte Corona-Impfverordnung eröffnet hierfür die Möglichkeit.

Auch das flächendeckende Impfen in den Arztpraxen, das derzeit in Brandenburg modellhaft in zunächst 50 Praxen erprobt wird, sollte so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Wir wollen, wir müssen in puncto Impfen weiter an Fahrt aufnehmen. Nach wie vor verzeichnen wir in OSL die höchste Inzidenz im Land Brandenburg und die Bürgerinnen und Bürger erwarten einen unkomplizierten und zeitnahen Zugang zum Impfstoff.“

Sachstand zum Thema Impfen:

Impfberechtigte Personen aus dem Landkreis OSL erhalten ihre Impfungen nach vorheriger Terminvereinbarung weiterhin in den Impfzentren in Elsterwerda und Cottbus. Zusätzlich existieren die mobilen Impfangebote für Bewohner in Alten- und Pflegeheimen.

Seit einigen Tagen bietet in OSL die Impfstelle des Klinikums Niederlausitz in der Calauer Straße 3 in Senftenberg in Zusammenarbeit mit dem Landkreis nach erfolgter Terminvergabe auch Impfberechtigten, die nicht im Klinikum arbeiten, Corona-Impfungen an. Pro Tag können regulär rund 240 Personen vor Covid-19 geschützt werden. Insofern das Land die Impfstofflieferung erhöht, können die Kapazitäten auf bis zu vier Impfstraßen und 3.000 Impfungen pro Woche ausgeweitet werden. Aktuell reichen die bereitgestellten Vakzine jedoch hierfür nicht aus. In dieser Woche erhielt das Klinikum 1.000 Dosen zum Verimpfen. 

Personen, die entsprechend der Vorgaben des Landes Brandenburg Anspruch auf eine Impfung gegen Covid-19 haben und im Landkreis OSL leben oder arbeiten, können wochentags unter der Telefonnummer 03573 75-3880 zwischen 7:30 und 17:00 Uhr Termine für die Impfungen in Senftenberg vereinbaren. Mehr Informationen zum Ablauf der Impfung unter www.klinikum-niederlausitz.de/impfstelle.

In OSL sind derzeit zunächst vier Hausarztpraxen in das modellhafte Impfen unter Federführung der KVBB eingebunden.

Parallel hat die Kreisverwaltung die Nutzung eines Impfbusses weiterverfolgt, der künftig die Kommunen direkt ansteuert und den Menschen somit in den kleineren Orten „vor der Haustür“ den Zugang zur Schutzimpfung ermöglicht. Der Bus wurde bestellt und steht nach der Umrüstung und Ausstattung voraussichtlich noch im März  als ergänzendes Angebot bereit.

Museen des Landkreises öffnen wieder

Nach mehr als vier Monaten Schließung werden die Museen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz Ende März ihre Türen wieder für Besucher öffnen. Den Anfang machen das Spreewald-Museum Lübbenau und das Museum Schloss und Festung Senftenberg mit der Kunstsammlung Lausitz am Samstag, 27. März. Das Freilandmuseum Lehde startet nach der regulären Winterpause am Donnerstag, 01. April in die Saison. Nach den Vorgaben des Landes Brandenburg ist der Besuch vorerst nur mit einer Anmeldung möglich. Termine vergibt das Museum für das Senftenberger Schloss, die Kunstsammlung und das Spreewald-Museum Lübbenau unter der Telefonhotline 03573 – 870 2408. Die Nummer ist täglich von 9 bis 17 Uhr erreichbar. Weiterhin arbeitet das Museum daran eine Onlineanmeldung zu ermöglichen. Diese soll in Kürze unter www.museums-entdecker.de zur Verfügung stehen. Im Freilandmuseum Lehde werden zunächst nur die Außenanlagen zugänglich sein, hier ist daher keine Voranmeldung notwendig.

(Weitere Informationen siehe Pressemitteilung „Die Museen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz öffnen ihre Ausstellungen wieder für den Besuch“ der Museen des Landkreises vom 11.03.)

Fahrscheinverkauf in den Bussen des Regionalbusverkehrs ab Montag wieder möglich

Im Regionallinienverkehr sowie auf den Stadtlinien Senftenberg und Lübbenau/ Spreewald wird es ab Montag, 15. März 2021, wieder möglich sein, Fahrscheine direkt beim Busfahrer zu erwerben und auch wieder den Einstieg der vorderen Türen nutzen zu können. Tickets sind weiterhin auch über die Handyticket-Apps des VBB, an den Fahrscheinautomaten, in den Geschäftsräumen der VGOSL sowie in weiteren Verkaufsstellen erhältlich. Aktuelle Informationen sind auf der Website der Verkehrsgesellschaft unter www.vgosl.de abrufbar.

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Red. / Presseinfo 

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