Auch in diesem Jahr warnt die Polizei in Senftenberg wieder vor der steigenden Unfallgefahr im Zusammenhang mit Wildwechseln in den Herbst- und Wintermonaten. Insgesamt kam es vom 01.01.2015 (2014) bis zum 30.09.2015 (2014) zu 621 (598) Wildunfällen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion OSL. Im Jahr 2015 (2014) wurden bei den Unfällen 2 (6) Personen verletzt. Zu Häufungen von Wildunfällen kam es unter anderem auf der Bundesstraße 169 zwischen Schwarzheide und Lauchhammer, auf der L 53 bei Altdöbern, auf der L 55 zwischen Meuro und Freienhufen sowie der L 55 bei Settinchen.
Das Wild befindet sich vom September bis Januar in der Blatt- und Brunftzeit. In dieser Zeit sind die Wildtiere in ihren Reaktionen noch unberechenbarer. Die Tiere sind vermehrt auf abgeernteten Feldern auf Nahrungssuche und gerade in der morgendlichen und abendlichen Dämmerung aktiv und können somit auf den Berufsverkehr treffen. Erhöhte Unfallzahlen in den Herbstmonaten sind die Folge.
Durch richtiges Verhalten kann die Gefahr eines Wildunfalls minimiert werden. Die Polizei empfiehlt deshalb:
- Passen Sie ihre Geschwindigkeit, besonders in Übergangsbereichen zwischen Wald- und Feldzonen, an.
- Achten Sie auf die Warnschilder „Wildwechsel“ und seien Sie in diesen Bereichen besonders aufmerksam und bremsbereit.
- Rechnen Sie mit „Nachzüglern“, wenn bereits ein Tier die Straße überquert hat.
- Blenden Sie das Licht ab und hupen Sie.
Lässt sich ein Unfall nicht vermeiden, gelten folgende Verhaltensregeln:
- Lenkrad gut festhalten und in keinem Fall ausweichen,
- die Unfallstelle sichern und Warnblinkanlage einschalten und
- die Polizei informieren.
- Das Tier keines Falls mitnehmen, dies wäre Wilderei!
Foto: Wiki CC 3.0 Vera Buhl
Quelle: Polizeidirektion Süd




