Der Platz vor dem Bahnhof in Spremberg trägt ab sofort den Namen „Egon-Wochatz-Platz“. Am Montag wurde ein neues Straßenschild sowie eine Gedenktafel zu Ehren des ehemaligen Bürgermeisters feierlich enthüllt. Die Ehrung erfolgte genau 36 Jahre nach seinem Amtsantritt.
Egon-Wochatz-Platz feierlich eingeweiht
Rund 70 Gäste nahmen am Montag an der feierlichen Enthüllung des Straßenschildes und der Gedenktafel vor dem Spremberger Bahnhof teil. Der Platz trägt künftig den Namen „Egon-Wochatz-Platz“ und erinnert damit an den ehemaligen Bürgermeister der Stadt.
Egon Wochatz leitete vom 1. Juni 1990 bis zum 3. Mai 2002 die Geschicke der Stadt. Die Enthüllung fand bewusst genau 36 Jahre nach seinem Amtsantritt statt. Frank Kulik, Erster Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Spremberg/Grodk, erinnerte während der Veranstaltung an das Wirken von Egon Wochatz. Laut Stadtverwaltung wurden während seiner Amtszeit nach der politischen Wende demokratische kommunale Strukturen aufgebaut. Zudem seien zahlreiche städtebauliche Herausforderungen im Bereich der Innenstadt angegangen worden.

Familie enthüllt Schild und mehrsprachige Gedenktafel
Unter den Gästen befanden sich auch Angehörige der Familie Wochatz. Witwe Renate Wochatz, Schwester Vera sowie zwei der drei Söhne nahmen an der Veranstaltung teil. Die beiden Söhne enthüllten sowohl das neue Straßenschild als auch die Gedenktafel.
Die Tafel informiert in deutscher, sorbischer, polnischer und englischer Sprache über das Leben und Wirken des ehemaligen Bürgermeisters. Renate Wochatz dankte den Initiatoren der Namensverleihung, darunter dem Georgenbergverein und der Stadtverwaltung. Die Ehrung sei für sie eine besondere Wertschätzung gegenüber ihrem verstorbenen Ehemann.
Prägende Persönlichkeit der Spremberger Stadtgeschichte
Egon Wochatz wurde am 6. Dezember 1936 in Spremberg geboren und verstarb am 14. Dezember 2020 in seiner Heimatstadt. Nach dem Abitur, dem Armeedienst und einem Lehrerstudium arbeitete er unter anderem als Lehrer in Graustein, Spremberg, Lübbenau und Vetschau. Später war er beim Deutschen Roten Kreuz sowie als Pfleger in einem Altenheim tätig.
Ende der 1980er Jahre engagierte sich Wochatz politisch, unter anderem am Runden Tisch im damaligen Kreis Spremberg. Am 31. Mai 1990 wurde er von der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgermeister gewählt. Auch nach dem Ende seiner Amtszeit blieb er politisch und gesellschaftlich aktiv, unter anderem als Stadtverordneter und Kreistagsmitglied im Landkreis Spree-Neiße.
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Red. / Presseinformation




