In Spremberg werden die Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker der Deutschen Bank bis Ende Juni abgebaut. Das teilte die Stadt Spremberg unter Berufung auf eine Mitteilung des Unternehmens mit. Die Stadt kritisiert die Entscheidung deutlich und sieht vor allem Nachteile für ältere Menschen. Alternativen wie Bargeldservice im Einzelhandel sollen die Versorgung teilweise ersetzen.
Deutsche Bank baut Automaten in Spremberg ab
Nach Angaben der Stadt Spremberg hat die Deutsche Bank AG angekündigt, ihre Bargeldautomaten sowie Kontoauszugsdrucker in der Stadt zum 30. Juni 2026 vollständig abzubauen. Grundlage dafür ist eine Mitteilung des Unternehmens an die Kommune. Zwar bleibt die Finanzagentur der Deutschen Bank im City-Center Spremberg (CCS), Am Markt 5, weiterhin bestehen, jedoch sollen dort künftig keine Selbstbedienungsgeräte mehr zur Verfügung stehen.
Damit entfällt eine zentrale Möglichkeit der Bargeldversorgung direkt vor Ort. Für Kundinnen und Kunden bedeutet dies, dass sie für klassische Bankgeschäfte wie das Abheben von Bargeld oder das Drucken von Kontoauszügen auf alternative Angebote ausweichen müssen.
Kritik der Stadt an fehlender Bargeldversorgung
Die Stadt Spremberg hat sich nach eigenen Angaben direkt an die Deutsche Bank AG gewandt und die Entscheidung kritisch bewertet. Aus Sicht der Stadt gehöre die Verfügbarkeit von Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern zur grundlegenden Versorgung der Bevölkerung. Besonders betroffen seien ältere Menschen, die häufig nicht auf digitale Angebote wie Online-Banking zurückgreifen können.
Laut Stadtverwaltung stellen längere Wege in andere Städte für viele Betroffene eine erhebliche Belastung dar. Zudem könne dies die Selbstständigkeit im Alltag einschränken. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt das Unternehmen um Informationen zu möglichen Alternativen vor Ort gebeten.
Die Deutsche Bank AG erklärte nach Angaben der Stadt, dass die Entscheidung endgültig sei. Für die Einwohnerinnen und Einwohner bedeute dies eine Umstellung bei der Nutzung von Bankdienstleistungen.
Diese Alternativen nennt die Deutsche Bank
Als Ersatz für die wegfallenden Automaten verweist die Deutsche Bank auf verschiedene Möglichkeiten zur Bargeldversorgung. Dazu gehört unter anderem der sogenannte Cashback-Service im Einzelhandel. Kundinnen und Kunden können dabei beim Einkauf in Supermärkten oder Drogerien Bargeld abheben. Nach Angaben der Bank ist dies in vielen Filialen möglich, unter anderem bei Discountern wie Lidl, Netto Marken-Discount oder Aldi Nord. In der Regel sind dabei Abhebungen von bis zu 200 Euro möglich.
Darüber hinaus bietet die Deutsche Bank eine Lösung über ihre App an. Kundinnen und Kunden können dort einen sogenannten Bargeld-Code generieren. Mit diesem Code lassen sich innerhalb von zwei Stunden Beträge von bis zu 999,99 Euro pro Tag abheben oder auch einzahlen. In Spremberg stehen hierfür nach Angaben der Bank unter anderem Geschäfte wie NKD, Penny und Rossmann zur Verfügung.
Ob diese Angebote die bisherigen Automaten vollständig ersetzen können, bleibt aus Sicht der Stadt offen. Die Verwaltung hatte daher um weitere Informationen zu möglichen Lösungen gebeten, die eine wohnortnahe Versorgung langfristig sicherstellen sollen.
Auswirkungen für Bürgerinnen und Bürger
Mit dem Wegfall der Automaten verändert sich die Bargeldversorgung in Spremberg/Grodk deutlich. Während digitale Angebote und alternative Auszahlmöglichkeiten zunehmend an Bedeutung gewinnen, sieht die Stadt insbesondere für weniger mobile oder digital affine Menschen Herausforderungen.
Wie sich die Situation konkret entwickelt, dürfte auch davon abhängen, wie stark die angebotenen Alternativen genutzt werden und ob weitere Lösungen vor Ort entstehen. Nach Angaben der Stadt bleibt das Thema daher weiterhin im Fokus.
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Red. / Presseinformation




