Die Confiserie Felicitas aus Hornow bei Spremberg hat im bundesweiten Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ 2026 die Jurystufe erreicht. Das teilte Geschäftsführerin Goedele Matthyssen mit. Für den Schokoladenhersteller ist es nach mehreren Nominierungen die erste Qualifikation für diese Wettbewerbsphase.
Schokoladenmanufaktur aus Hornow überzeugt Vorjury
Mit dem Einzug in die Jurystufe gehört das Unternehmen aus dem Spremberger Ortsteil Hornow zu jenen mittelständischen Betrieben, deren Unterlagen nun von einer der zwölf Regionaljurys der Oskar-Patzelt-Stiftung bewertet werden. Der Wettbewerb läuft seit 1994 und wird nach Stiftungsangaben jährlich an besonders leistungsfähige mittelständische Unternehmen vergeben. Das diesjährige Motto lautet „Vertrauen schafft Chancen“.
Bewertet werden laut Stiftung nicht allein wirtschaftliche Kennzahlen, sondern unter anderem auch Innovationskraft, Ausbildungsleistung, regionale Verantwortung sowie Service und Kundennähe. Das Verfahren ist nach ISO 9001 zertifiziert. Wer am Ende zu den Preisträgern und Finalisten zählt, wird erst auf den Auszeichnungsgalas im Herbst öffentlich bekanntgegeben.
Belgische Wurzeln, Lausitzer Standort seit 1992
Die Confiserie Felicitas wurde 1992 von den belgischen Auswanderern Goedele Matthyssen und Peter Bienstman in Hornow gegründet. Den Anfang machte das Paar in einer ehemaligen LPG-Küche – ein Werdegang, den die Eigentümerin selbst als „ostdeutsche Erfolgsgeschichte“ einordnet. Heute umfasst der Betrieb ein Gelände von über 2.000 Quadratmetern am Schokoladenweg.
Nach Angaben der Geschäftsführerin werden in Hornow jährlich rund 100 Tonnen belgischer Schokolade verarbeitet. Das Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreibt neben dem Stammsitz Filialen in Potsdam und Dresden. Felicitas-Produkte werden zudem in zahlreichen Fachgeschäften bundesweit angeboten, darunter an mehreren deutschen Flughäfen.
Tourismus als zweites Standbein
Neben der Manufaktur betreibt die Confiserie das sogenannte SchokoLadenLand mit Schauwerkstatt, Café, Schoko-Kino, Streichelzoo und Spielplatz. Den Standort bezeichnet Matthyssen als „bedeutenden touristischen Ankerpunkt in der Lausitz“. Nach ihren Angaben besuchen die Anlage jährlich bis zu 100.000 Gäste. Wirtschaftlich setze das Unternehmen dabei auf eine „Synergie von Handwerk und Erlebnismarketing“, so die Geschäftsführerin.
Für seine touristische Qualität wurde der Betrieb wiederholt mit dem Gütesiegel „Brandenburger Gastlichkeit“ ausgezeichnet. Das Bündnis für Familie Spremberg verlieh dem Unternehmen zudem mehrfach die Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen“.
Wettbewerbsstufen und nächste Termine
Der „Große Preis des Mittelstandes“ wird in mehreren Stufen vergeben. Auf die Nominierungsliste folgt die Juryliste, danach werden Finalisten und Preisträger ausgewählt. Die Confiserie Felicitas war in den vergangenen Jahren wiederholt nominiert worden, erreichte die Jurystufe jedoch nun zum ersten Mal.
Die Auszeichnungsveranstaltung für die Wettbewerbsregion Berlin/Brandenburg ist nach Angaben der Oskar-Patzelt-Stiftung für den 26. September 2026 im Maritim Hotel Würzburg geplant. Die abschließende Bundesgala mit Verleihung der Sonderpreise und Ehrenplaketten soll am 24. Oktober 2026 in Düsseldorf stattfinden.
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