Im Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke in Guben ist erstmals ein Operationsroboter bei einer Kniegelenk-Operation eingesetzt worden. Wie das Krankenhaus mitteilte, unterstützt das System „ApolloKnee“ die Operateure bei der Planung und Durchführung von Knieprothesen mit hochpräzisen Messdaten. Die Klinik sieht darin eine weitere Möglichkeit, Eingriffe noch individueller auf die Patienten abzustimmen.
OP-Roboter in Guben erstmals im Einsatz
Nach Angaben des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke stand der Operationsroboter ApolloKnee in der vergangenen Woche erstmals bei einer Knie-Endoprothesenoperation im OP-Saal der Gubener Klinik. Die Operation wurde von Chefarzt Dr. medic Ruslan Netedu gemeinsam mit Dr. Andreas Krainz, Leiter des EndoprothetikZentrums der Maximalversorgung, durchgeführt.
Das robotergestützte System übernimmt dabei nicht die Operation selbst. Vielmehr liefert es den Operateuren hochpräzise Daten, die über Sensoren und Kameras gewonnen werden. Nachdem das Kniegelenk freigelegt wurde, werden Sensoren am Ober- und Unterschenkel befestigt. Anschließend analysiert das System die Bewegungen und die Spannung des Bandapparates.
Auf Grundlage dieser Messwerte erstellt der Computer ein dreidimensionales Modell des Kniegelenks und berechnet laut Krankenhaus millimetergenau die optimale Position der Prothese sowie die notwendigen Knochenschnitte. Ziel ist eine möglichst genaue Anpassung an die individuelle Anatomie des Patienten.

Präzisere Planung und schnellere Mobilität
Chefarzt Dr. medic Ruslan Netedu zeigte sich nach dem ersten Eingriff zufrieden. Laut Pressemitteilung habe sich das Team intensiv auf die Einführung der neuen Technik vorbereitet. Die zusätzliche Unterstützung durch den Roboter ermögliche ein noch präziseres Arbeiten.
Das Krankenhaus verweist auf mehrere mögliche Vorteile der roboterassistierten Methode. Dazu gehören eine genauere Planung der Implantatgröße, eine höhere Passgenauigkeit der Knieprothese sowie eine Schonung von Gewebe und Knochensubstanz. Zudem sollen sich nach Angaben der Klinik Operations- und Narkosezeiten verkürzen können.
Geschäftsführer Andreas Mogwitz erklärte laut Mitteilung, dass der OP-Roboter Belastungen simulieren könne, denen das Knie im Alltag ausgesetzt ist. Dadurch erhalte der Operateur zusätzliche Informationen für die optimale Ausrichtung des künstlichen Gelenks.
Informationsveranstaltung mit Vorführung geplant
Interessierte Patientinnen und Patienten können sich bei einer Informationsveranstaltung über die neue Technik informieren. Das EndoprothetikZentrum der Maximalversorgung lädt dazu am Mittwoch, den 3. Juni, ab 17 Uhr in das Auditorium des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke ein.
Geplant sind unter anderem eine Vorführung des OP-Roboters Apollo sowie Informationen rund um den Ablauf einer Knieprothesen-Operation. Auch Fachbereiche von der Operationsvorbereitung bis zur anschließenden Physiotherapie stellen ihre Arbeit vor.
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Red. / Presseinformation




