Die Lausitz Klinik Forst bekommt einen neuen Mehrheitseigentümer: Zum 1. April 2026 übernimmt das Diakonissenhaus Teltow die Anteile vom Klinikum Ernst von Bergmann. Wie aus einer Mitteilung der Stadt Forst hervorgeht, bleibt das medizinische Angebot unverändert bestehen. Die Klinik soll weiterhin die wohnortnahe Versorgung im Spree-Neiße-Kreis sichern. Für Mitarbeitende und Patienten soll sich durch den Wechsel vorerst nichts ändern.
Diakonissenhaus Teltow übernimmt Mehrheitsanteile
Die Lausitz Klinik Forst steht vor einem bedeutenden Wechsel: Wie die Stadt Forst mitteilt, übernimmt die Stiftung Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin zum 1. April 2026 die Mehrheitsanteile an der Einrichtung. Bisher lag dieser Anteil bei der Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH, die gemeinsam mit der Stadt Forst als Gesellschafterin fungierte. Die Stadt bleibt weiterhin beteiligt.
Nach Angaben aus der Pressemitteilung erfolgt der Verkauf im Zuge eines Sanierungskurses des Klinikums Ernst von Bergmann. Geschäftsführer Tomislav Gmajnic erklärte dazu, die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, jedoch notwendig gewesen. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich, dass mit dem Diakonissenhaus ein neuer Partner gefunden wurde, der die medizinische Versorgung in der Region langfristig sichern soll.
Medizinisches Angebot soll unverändert bestehen bleiben
Für Patienten und Mitarbeitende soll sich durch den Gesellschafterwechsel zunächst nichts ändern. Laut Stadt Forst bleibt das bestehende Leistungsspektrum der Lausitz Klinik vollständig erhalten. Die Einrichtung verfügt über knapp 200 Betten sowie eine zentrale Notaufnahme und übernimmt eine wichtige Rolle in der Grundversorgung im Spree-Neiße-Kreis.
Schwerpunkte liegen unter anderem in der Geriatrie, der Inneren Medizin sowie zunehmend im Bereich ambulanter Operationen. Zudem bestehen Kooperationen mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem, etwa in der Urologie, der Schlaganfallversorgung und der Wirbelsäulenchirurgie. Die Klinik ist außerdem Teil der Modellregion Gesundheit Lausitz und arbeitet an digitalen Lösungen im Gesundheitswesen.
Mit dem Einstieg des Diakonissenhauses Teltow sollen bestehende Strukturen in der Region weiter vernetzt werden. Der Unternehmensverbund betreibt bereits das Diakoniekrankenhaus Naëmi-Wilke-Guben und ist auch in Luckau mit medizinischen und sozialen Einrichtungen vertreten. Laut dem kaufmännischen Vorstand Prof. h.c. Hans-Ulrich Schmidt sollen sich insbesondere die Standorte Forst und Guben künftig medizinisch ergänzen.
Auch die Stadt Forst bewertet den Schritt positiv. Jens Handreck, Vertreter der Stadt, betonte laut Mitteilung, dass der Erhalt der Klinik oberste Priorität habe. Mit dem neuen Partner verbinde sich die Perspektive, den Standort langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.
Die Vorsitzende des Aufsichtsrates des Klinikums Ernst von Bergmann, Brigitte Meier, ordnete den Verkauf zudem als Konsequenz aus den aktuellen Veränderungen im Gesundheitswesen ein. Der Standort Forst soll demnach mit seinem Schwerpunkt auf Geriatrie erhalten bleiben.
Das Diakonissenhaus Teltow zählt mit mehr als 4.200 Mitarbeitenden zu den größeren diakonischen Trägern in der Region und betreibt neben mehreren Krankenhäusern auch Pflegeeinrichtungen, Hospize sowie Bildungsangebote.
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Red. / Presseinformation




